Nikolaus
 
 

Liebe ist das Merkmal des ganzen Lebens Jesu

Der Glaube, dass Christus zugleich „wahrer Gott und wahrer Mensch ist“, sei das Wichtigste am heutigen Festtag, betonte Bischof DDr. Klaus Küng in seiner Predigt am Weihnachtstag beim Hochamt im Dom zu St. Pölten. Die Geheimnisse Gottes seien „viel größer und tiefer“ als der Verstand zu fassen vermag, fügte er an.
Predigt im Wortlaut Der Bischof forderte die Anwesenden auf, „viel mehr um Gnade und Hilfe von Gott“ zu erbitten und „auf seine Kraft zu bauen als auf uns und unsere Kraft“, damit der Glaube an Gottes Sohn in den Herzen aufleuchte. Denn nur von diesem Bewusstsein komme der Friede, der von Weihnachten ausgehe, unterstrich Bischof Küng. Der von Gott gesandte Sohn stehe den Menschen in allem bei „auch in unserer Schwachheit und auch dann, wenn wir versagt haben“, erklärte er.
Gott komme nicht als Fordernder, sondern „als kleines Kind, wehrlos, demütig, zur Liebe einladend“. Liebe sei das Merkmal seines ganzen Lebens, wies der Bischof hin. Jesus sei aus Liebe zu den Menschen für die Wahrheit eingetreten, auch wenn dies Widerspruch auslöste.
„Wenn wir möchten, dass das Licht, das wir von der weihnacht her empfangen, in uns wächst und bleibt, dann müssen wir uns Gott zuwenden, insbesondere dem Mensch gewordenen Gott und seine Stimme hören“, betonte Bischof Küng. Denn für die Erfahrung von Weihnachten sei es wichtig auf Gottes Stimme zu hören und um Nächstenliebe bemüht zu sein. Wenn man das Weihnachtsfest ernst nehme, werde sich „Friede in unseren Herzen und in unserer Umgebung ausbreiten“, versicherte der Bischof in seinen Worten.

Predigt im Wortlaut