Lichtermeer statt Feuerwerk

Zu einem "Lichtermeer der Nächstenliebe" für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien anstelle des traditionellen Feuerwerks zu Silvester haben Bischof Klaus Küng, der St. Pöltner Bürgermeister Ewald Stadler und Caritasdirektor Friedrich Schuhböck die Bevölkerung aufgerufen.
Gedenkminute am 31. Dezember, 23.30 Uhr am Rathausplatz St. Pölten. Sie bitten die Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, bei den Silvesterparties ein Zeichen der Solidarität zu setzen. "Verbinden wir den Jahreswechsel mit einer spürbaren Hilfe für die Flutopfer. Nur schnelle Hilfe sichert ihnen das Überleben", sagt Direktor Schuhböck. "Es geht nicht darum, dass wir nicht feiern sollen. Aber wenn aus unserer Freude auch Hilfe entsteht und obdachlose Menschen überleben können, wird der Jahreswechsel doppelt gelingen".
Ein Lichtermeer soll das traditionelle Feuerwerk am Rathausplatz St. Pölten ersetzen, der Stadtsilvester soll zu einer großen Spendenbox werden. Um 23 Uhr 30 rufen Bürgermeister und Caritasdirektor von der Hauptbühne zu einer Gedenkminute auf.

Die Caritas hilft den Opfern der Katastrophe in Indien
Bereits am Montag hat die Caritas St. Pölten 30.000.- Euro als Soforthilfe bereit gestellt. Die Hilfe der Caritas konzentriert sich auf Tamil Nadu in Indien, eine der ärmsten Regionen der betroffenen Länder. Die Flutwelle hat die gesamte Lebensgrundlage der Menschen weggerissen und vernichtet. Gemeinsam mit den lokalen Caritas-Organisationen und engagierten Pfarrgemeinden wurden erste Notprogramme gestartet, Wasser und Medikamente verteilt und Notunterkünfte errichtet. Menschen werden aus ihren zerstörten Dörfern in sicheren Camps, Kirchen und Schulen untergebracht. Feldküchen werden aufgebaut und warme Mahlzeiten verteilt. Doch all diese Hilfe kostet Geld. Und nach der ersten Nothilfe kommt die lange Phase des Wiederaufbaus. Auch Caritas-Präsident Franz Küberl appelliert an die große Hilfsbereitschaft Österreicher: "Bei dieser enormen Naturkatastrophe ist unsere legendäre Großherzigkeit doppelt gefragt."

Caritas und Stadt St. Pölten bitten um Spenden:
Caritas St. Pölten, Kt. 76.000 "Seebeben" bei der Raiba St. Pölten BLZ 32.585
Stadtgemeinde St. Pölten, Kt. 0000-907766 "Flutkatastrophenhilfe" bei der Sparkasse St. Pölten BLZ 20.256
Nachbar in Not Spendenkonto: PSK 90.750.700, BLZ 60.000