Leopoldiwallfahrt nach Ma. Jeutendorf

Den heiligen Leopold als Vorbild eines Familienvaters stellte Rektor P. Karl Wallner aus dem Stift Heiligenkreuz in den Mittepunkt seiner Predigt bei der diesjährigen Männer- und Familienwallfahrt der Kath. Männerbewegung des Dekanates Herzogenburg nach Maria Jeutendorf. Diese „Leopoldi-Wallfahrt“ wird seit dem Jahre 1986 durchgeführt, nachdem zum Diözesanjubiläum Karmelitinnen in das vormalige und neu restaurierte Sevitenkloster eingezogen sind. Mit zahlreichen freiwilligen Arbeitsstunden hatte sich die Kath. Männerbewegung um die Renovierung des Klosters verdient gemacht.

Entscheidend in der Ehe sei das Versprechen der Liebe, sagte P. Karl Wallner. Diese sei vor allem Hingabe an den Partner. Er bedauerte, dass in der heutigen Welt viele Ehen gerade deshalb scheitern, weil der Egozentrismus überhand genommen habe. Neben der Hingabe der Eheleute brauche die Ehe aber die Stärkung durch das Sakrament, wies er hin. Die Streitigkeiten in der Ehe hätten auch mit dem Verfall des Bußsakramentes in der Ehe zu tun, meinte er. Es fehle dadurch oft die Kraft der inneren Reinigung. Auch ein Leben aus dem Sakrament des Altares könnten die Eheleute Kraft schöpfen.
Mit Verweis auf den heiligen Leopold, der über ein Dutzend Kinder großgezogen und vor 875 Jahren das Kloster Heiligenkreuz gegründet habe, meinte P. Wallner, dass gerade die demoskopische Frage in Europa zu einer dramatischen Situation führen werde, wenn Menschen sich nicht mehr an den Plan Gottes halten. Er bedauerte, dass viele Familien das Kind als Belastung und nicht als Geschenk Gottes sehen. Wo aber Familien aus dem Glauben leben, werde es auch geistliche Berufungen geben, unterstrich der Rektor der Päpstlichen Hochschule von Heiligenkreuzer.
Die Eltern und Großeltern rief P. Wallner auf, wenn sich die Kinder und Enkel heute auch von der Kirche entfernt hätten, für sie zu beten und „unaufdringliche Vorbilder im Glauben zu bleiben“. Das Vertrauen in Gott sei der beste Weg.

Am Ende des Festgottesdienstes bedankte sich der Vorsitzende der Kath. Männerbewegung, DI Dr. Leopold Wimmer beim scheidenden Präsidenten der Kath. Aktion, Roman Fröhlich, für die konstruktive Zusammenarbeit und Verständnis für die Arbeit der Männerbewegung in den vergangenen Jahren und überreichte ihm das goldene Ehrenzeichen der Katholischen Männerbewegung. Dank sprach Dr. Wimmer auch der ehemaligen Vorsitzenden der Kath. Frauenbewegung, Heli Renner für die gute Zusammenarbeit aus.