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Langjähriger Generalvikar Prälat Dr. Alois Tampier verstorben

Prälat Dr. Alois Tampier ist am 22. Juli im 95. Lebensjahr verstorben. Prl. Tampier wurde am 20. Juni 1913 in Weitra im Waldviertel geboren. Das Gymnasium besuchte er in Melk und studierte anschließend Theologie in St. Pölten. Am 29. Juni 1937 empfing er von Bischof Michael Memelauer im Dom St. Pölten die Priesterweihe. Mit ihm verliert die Diözese St. Pölten eine Priesterpersönlichkeit, die das Bistum durch Jahrzehnte nachhaltig mitgeprägt hat. Die ersten Jahre als Kaplan führten ihn nach Kirchberg, Thaya, St. Valentin. Heiligeneich und Langenlois. Kurz nach dem Ende des Weltkrieges, 1946, wurde Alois Tampier Ordinariatssekretär, 1955 Leiter des Seelsorgeamtes und 1961 Ordinariatskanzler. 1969 ernannte ihn Bischof Dr. Franz Zak zu seinem Generalvikar, was er bis zum Ende dessen Amtszeit am 16. Juli 1991 blieb. 1977 wurde Prl. Tampier Domdechant und 1987 Dompropst.

1955 promovierte Alois Tampier an der Universität Wien zum Doktor der Theologie, wurde 1957 Prosynodalrichter und 1958 Vizeoffizial am St. Pöltner Diözesangericht. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren neben zahlreichen Funktionen in der Diözese unter anderem auch Direktor der Päpstlichen Missionswerke und später österreichweiter Nationaldirektor, Diözesanpräses der Marianischen Kongregation, Präses des österreichischen Borromäuswerkes, Vorsitzender des Kuratoriums der Caritas und Vorsitzender der Diözesankommission für den ständigen Diakonat.

Für seine vielseitige Tätigkeit erhielt Prälat Dr. Alois Tampier 1979 auch das Silberne Komturkreuz für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich verliehen.

Eine besondere Neigung und Begabung hatte Prälat Tampier auf literarischem Gebiet. Nicht nur als Geistlicher Assistent der "Arbeitsgemeinschaft Buch und Schrifttum", sondern als Autor zahlreicher Gedichte und Erzählungen in deutscher und lateinischer Sprache hat er sich einen Namen gemacht.
Im Jahr 2000 ist das letzte seiner zehn Bücher mit dem Titel "Schau in den Spiegel" erschienen. In diesem Werk, ausdrücklich als "Schlussband" deklariert, findet sich eine reiche Auswahl von Gedichten früherer Bände, kurze Erzählungen und Erinnerungen an frühere Jahre in beschaulicher und kritischer Art, seien es die Studentenzeit in Melk oder die Gespräche und Erlebnisse mit Freunden.

Das hl. Requiem für Prl. Tampier feiert Diözesanbischof DDr. Klaus Küng am Freitag, 27. Juli um 14 Uhr in der Kapelle des Mary-Ward-Hauses (Lilienhof) in St. Pölten. Anschließend wird der Verstorbene am Klosterfriedhof beigesetzt.