Landes-Dank für Pfarrgemeinderäte

Zu einer musikalisch-literarischen Feier hatte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Samstag, dem 27. Oktober die Pfarrgemeinderäte der Diözese in das Festspielhaus nach St. Pölten geladen. Die Anmeldungen waren so zahlreich, dass die Matinee an zwei Terminen, um 10 Uhr und um 13 Uhr stattfinden musste. In seiner Einladung hatte der Landeshauptmann betont, dass er den Pfarrgemeinderäten für ihren Dienst Dank sagen möchte. Der ehrenamtliche Dienst sei "eine der ganz besonderen Stärken und Tugenden unseres Bundeslandes". Noch höher zu bewerten sei, wenn dabei der christliche Glaube im Mittelspunkt stehe, der "uns im Alltagsleben Orientierung gibt und Werte vermittelt". Die Pfarrgemeinderate seien auch ein Bestandteil der "Familie Niederösterreich".

Über 200 Pfarrgemeinderäte und Pfarrgemeinderätinnen nahmen diese Einladung an und konnten im Festspielhaus nicht nur musikalische Kostproben des Jugendsinfonieorchesters Niederösterreich erleben wie auch Texte von Kardinal DDr. Fragz König, dargebracht von Luzia Nistler, hören. Sie erlebten auch einen Landeshauptmann, der in einem Interview mit P. Mag. Justus Reichl sehr persönlich über seine Beziehung zu Glaube Christentum, Kirche sprach und auch über seine Arbeit und Herausforderung, als Politiker und Christ zu handeln. Vor schwierigen Entscheidungen halte er immer einige Minuten Besinnung vor dem Kreuz über dem Eingang zu seinem Büro, sagte er. Positiv sieht er die grundsätzliche Trennung von Kirche und Politik, aber auch die Zusammenarbeit, wenn sie wie in Niederösterreich "in einer Harmonie zusammenfließen". Strikt wandte sich Pröll, der einst auch in Religion maturiert hatte, gegen Tendenzen, die Kreuze in den Klassenzimmern zu entfernen. Er betonte vehement, dass sie "dort bleiben, wo sie immer gewesen sind und es auch in Zukunft so sein wird", wofür er von den Pfarrgemeinderaten spontanen Applaus erntete. Aufmunternd rief er den Pfarrgemeinderäten zu, sich weiterhin zu engagieren und ihren Beitrag zu leisten, damit "das Europa der Zukunft ein christliches Europa bleibt".

An der Matinee haben am Vormittag Diözesanbischof DDr. Klaus Küng und am Nachmittag Weihbischof Dr. Anton Leichtfried teilgenommen.