Künftige Regierung ist in Sachen Familie gefordert

"Familien-Bischof" DDr. Klaus Küng verlangt in ORF-Interview bessere Rahmenbedingungen für kinderreiche Familien, verstärkten Schutz des Lebens und eine strikte Ablehnung von embryonaler Stammzellenforschung Dringenden Handlungsbedarf für die künftige Regierung sieht "Familien-Bischof" Klaus Küng in den Bereichen Familie und Bioethik. Der Rückgang der Kinderzahl sei dramatisch, die Politik müsse endlich geeignete Rahmenbedingungen schaffen, damit Ehepaare sich mehrere Kinder "leisten können", so Küng am Montagabend, dem 11. August in der ORF-Radioreihe "Praxis". Erziehungsarbeit müsse auch finanziell stärker anerkannt werden und neben steuerlichen Erleichterungen brauche es wohl auch weitere finanzielle Zuwendungen, so der St. Pöltner Bischof. Er betonte, dass für die Gesellschaft gesunde Familien elementar seien.

Küng forderte weiters Maßnahmen im Sinn des "Schutzes des Lebens". Das betreffe zum einen die Abschaffung der eugenischen Indikation, die eine Abtreibung behinderter Kinder bis zum Ende einer Schwangerschaft straffrei stellt. Zum anderen müssten endlich die flankierenden Maßnahmen zur Fristenregelung umgesetzt werden. Eine Drei-Tages-Frist zwischen Beratungsgespräch und Abtreibung müsse eingehalten werden, um Panikhandlungen zu vermeiden.

Eindringlich forderte Küng auch statistische Erhebungen über Abtreibungs-Motive ein, damit man besser Hilfe leisten könne. Abtreibung sei eine "tiefe gesellschaftliche Wunde", so Küng wörtlich in Anlehnung an Kardinal Franz König.

Vehement sprach sich der Bischof gegen die embryonale Stammzellenforschung und jede Form von Klonen aus. "Das menschliche Leben ist zu schützen. Von Anfang an", so Bischof Küng wörtlich.

(aus kathpress)