Kritik an neuen Beschäftigungsformen

50 Aktivisten der Arbeiterkammer, der Betriebsseelsorge, der Gewerkschaft und der Kath. ArbeitnehmerInnenbewegung (KAB) nahmen vom 25. bis 27. August an der traditionellen Sommerakademie in Gaming teil. Bei dieser Tagung wurden aktuelle Fragen wie die großen Veränderungen in der Arbeitswelt, Globalisierung, Klimawandel und Steuerpolitik diskutiert. Auch eine Besichtigung der Firma Wittur GmbH in Scheibbs, in der Aufzugteile hergestellt werden, stand auf dem Programm. Neue Beschäftigungsformen haben die wirtschaftliche und soziale Situation von einer immer größer werdenden Zahl von ArbeitnehmerInnen verschlechtert, waren sich die in Gewerkschaft und Kirche aktiven Personen einig. Nur gesetzliche Regelungen, wie das von kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen durchgesetzte Kranken- und Arbeitslosengeld für freie DienstnehmerInnen könnten erreichen, dass der "Wettlauf nach unten" gestoppt werde.

Eine radikale Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich sei sowohl aus ArbeitnehmerInnensicht wie aus ökologischer Perspektive notwendig, waren sich die in Kirche und Gewerkschaft Engagierten einig.

Auch der Klimawandel stelle eine große Herausforderung für Gewerkschaften und Kirchen dar: "Die Änderung des persönlichen Lebensstils ist wichtig, es bedarf aber grundlegender Veränderungen in der Wirtschaft wie die Förderung des öffentlichen Verkehrs, die Umstellung auf Alternativenergien und die Verwendung von Geldern und Ressourcen für die Renovierung des Hauses Erde anstatt für die Rüstungsindustrie", betonten die Versammelten.