Krisenkommunikation für Notfallseelsorger

Die Einsatzorganisationen Feuerwehr, Rotes Kreuz, Bergrettung, Gendarmerie, Bezirkshauptmannschaften, Zivilschutzverband nahmen auf Einladung des Landes NÖ an einer Fortbildung in Krisenkommunikation teil. Erstmals war auch die ökumenische Notfallseelsorge vertreten. Für die Notfallseelsorge Niederösterreich waren Pastoralassistent Stefan Mayerhofer und Militärpfarrer Paul Nitsche anwesend.


Erfolgreiches Krisenmanagement funktioniert nur gemeinsam und in Kombination mit einer entsprechend durchgeführten Öffentlichkeitsarbeit, wurde bei der Tagung festgestellt. Seitens des Militärs, des Zivilschutzes und des ORF NÖ gab es Einblicke in die verschiedenen Facetten der Öffentlichkeitsarbeit. Ein Pressesprecher soll künftig den Einsatzleiter entlasten. Seine Aufgabe ist es, die Kommunikation mit den Medien aktiv zu führen.
Höhepunkt der zwei Tage waren zwei Planspiele (Katastrophen mit großem Medieninteresse) mit dazugehörigen Pressekonferenzen vor laufender Kamera.


Notfallseelsorge


Die Notfallseelsorge in NÖ ist ökumenisch organisiert. Koordinator der Diözese St. Pölten und für die ökumenische Notfallseelsorge NÖ ist Pastoralassistent Stefan Mayerhofer aus Tulln. Die Landesleiterin der Evangelischen Kirche ist die Horner Pfarrerin Birgit Schiller. Im Landesgebiet koordiniert ein Bereitschaftsteam, in der jede Woche eine andere Person Bereitschaft hat, etwaige Einsätze.
Wenn Bedarf an der Notfallseelsorge gegeben ist, alarmiert die Landeswarnzentrale den diensthabenden Koordinator, der telefonisch die ökumenischen Notfallseelsorgern an Hand einer Liste anspricht, bis die benötigten Seelsorger zu Verfügung stehen. Diese fahren dann zum Einsatzort und melden sich beim Einsatzleiter. Bei größeren Ereignissen muss der Koordinator der Notfallseelsorge auch die Nachalarmierung oder eine Ablöse der im Einsatz befindlichen Notfallseelsorger organisieren.


Hoher Bereitschaftsgrad


Im Rahmen des Planspiels während der Ausbildung "Krisenkommunikation" wurde der diensthabende Notfallseelsorge-Koordinator Pfarrer Andreas Lisson alarmiert. Für ein angenommenes Ereignis bei einem Rockkonzert am Flugfeld von Wr. Neustadt wurden fünf Notfallseelsorger benötigt. Bereits zehn Minuten später konnte der Koordinator melden, dass von neun kontaktierten Notfallseelsorgen im Raum Wr. Neustadt sechs erreichbar waren und sich fünf unverzüglich auf den Weg zum Einsatzort machen könnten.