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Krems plant Sozialmarkt nach St. Pöltner Modell

Ab Jänner 2007 sollen in Krems Personen, deren Einkommen zum Bestreiten des Lebensunterhalts kaum ausreicht, in einem "SOMA" (="Sozialmarkt") einkaufen können. Bei einem Besuch im St. Pöltner Sozialmarkt zeigte sich der Kremser Bürgermeister Franz Hölzl überzeugt von dem Konzept. "Wir hoffen, dass ein entsprechendes Lokal zur Verfügung gestellt wird", so der Bürgermeister. Die SOMA-Läden nach St. Pöltner Modell, wie sie in sechs weiteren Städten in NÖ entstehen sollen, verfolgen drei Ziele: Wertvolle, zum Wegwerfen bestimmte Nahrungsmittel vor der Vernichtung bewahren, Menschen mit geringem Einkommen damit unterstützen und gleichzeitig damit Arbeitsplätze schaffen.

Wie der St. Pöltner SOMA-Geschäftsführer Walter Feninger vor Bgm. Hölzl, Sozialstadträtin Sandra Kern, Sozialamtsleiter Johann Haidinger und Peter Binder, dem zukünftigen Geschäftsführer des Kremser Marktes, betonte, war es ausgerechnet eine allein erziehende Mutter aus Krems, die erst vor kurzem als 1.000-ste Kundin im SOMA-St. Pölten feierlich begrüßt wurde. Ein Zufall? - Jedenfalls sieht es ganz so aus, als ob sich die Dame den weiten Einkaufsweg bald ersparen könnte. Der von Stadt Krems und Caritas der Diözese St. Pölten ins Leben gerufene Verein "JobCare" arbeitet fieberhaft an der Umsetzung.

Unterstützung von Land, AMS, Stadt Krems

Land NÖ, Arbeitsmarktservice und Stadt haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. - "Jetzt suchen wir vor allem nach ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern", so Binder, der unter seiner Telefonnummer 0676/ 479 11 62 gerne Zusagen entgegennimmt.

Am Standort des Marktes soll außerdem ein Sozialzentrum entstehen, erläutert Binder die ambitionierten Pläne des Vereins "JobCare": Beratung und Unterstützung für behinderte Menschen und allgemeine Vermittlung von Rat- und Hilfesuchenden stehen eben so am Programm wie die Arbeitsvermittlung für beeinträchtigte Jugendliche und die Schaffung von Arbeits- und Trainingsplätzen für behinderte und langzeitbeschäftigungslose Menschen (Beschäftigung bei SOMA). Ebenso wie in St. Pölten soll auch in Krems ein Cafe als Kommunikationsdrehscheibe und Ort des Erfahrungsaustausches fungieren, wo täglich ein Menü aus den verfügbaren Lebensmitteln angeboten wird.