KMB stellt Entwicklungszusammenarbeit auf neue Füße

Mit einer Spendenaktion für Entwicklungsprojekte in Afrika und Lateinamerika wird sich die Katholische Männerbewegung (KMB) der Diözese St. Pölten im Advent 2005 erstmals an der Aktion "Sei so frei" der Kath. Männerbewegung Österreichs beteiligen. Das hat die Diözesankonferenz in ihrer Herbstkonferenz am 17. September beschlossen. Mit dem Hochschulprofessor Dr. Hans Högl aus Asperhofen wurde bei der Neuwahl des KMB-Vorstandes ein Entwicklungsexperte ins Diözesangremium berufen, der seine Erfahrungen von Studienreisen nach Westafrika, Brasilien und Südostasien bei der Aktion "Sei so frei" einbringen wird. Neu im Diözesanvorstand sind auch Karl Bischof, Diakon und Pastoralassistent in der Pfarre Kirnberg/Mank und der Lebensberater, Psychotherapeut und Initiator der Männerberatung St. Pölten, Leo Pöcksteiner, der bei der Herbsttagung zum KMB-Jahresthema "Vaterschaft - ein Auslaufmodell?" referierte. Als Diözesanobmann wurde DI Dr. Leopold Wimmer bestätigt.


Josef Geißler, Öffentlichkeitsreferent von "Sei so frei" in der Diözese Linz, stellte die entwicklungspolitische Aktion der Nachbardiözese vor und machte die Tagungsteilnehmer mit den Materialien für die Adventaktion vertraut: Eine CD-Rom mit allen Unterlagen (auch für Schulaktionen), Plakate, Sammelsäckchen, sowie liturgische Texte und Predigtimpulse zur Gestaltung eines Gottesdienstes. Mitte November wird an alle KMB-Mitglieder ein Adventkalender zum Thema "Fair handeln" versendet und auch eine Nikolausaktion wird es geben.


"Wir setzen gerade im Advent auf die Bereitschaft der Menschen, mit den Armen zu teilen", ist St. Pöltens KMB-Sekretär Josef Muhr, zuversichtlich. Schwerpunktprojekte, für die im Advent in der Diözese St. Pölten gesammelt werden, sind der Ausbau eines Hauses für Straßenkinder und Aidswaisen in der Diözese Koforidua/Ghana, sowie die Sozial- und Pastoralarbeit des Praemonstratenserordens am Stadtrand von Salvador, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Bahia.


Die Aktion "Sei so frei"


"Sei so frei" ist 1997 als entwicklungspolitische Initiative der KMBÖ aus der Aktion "Bruder in Not" hervorgegangen. Die Sammlung von Spenden für Projekte und Programme in Afrika, Asien und Lateinamerika geht Hand in Hand mit bewusstseinsbildender Öffentlichkeitsarbeit im Inland, der Anwaltschaft für die Durchsetzung der Menschenrechte und dem Einsatz für den fairen Handel in Österreich. Zusammengearbeitet wird mit Partnern wie Selbsthilfegruppen, Genossenschaften, Bauernvereinigungen, Gewerkschaften, dörfliche und kirchliche Basisgruppen und Einrichtungen.


Die Vergaberichtlinien, wie sie auch von der St. Pöltner Herbstkonferenz beschlossen wurden, sehen u. a. vor, dass Programme und Projekte gefördert werden, die materielle und geistige Grundbedürfnisse sicherstellen, besonders arme und benachteiligte Bevölkerungsgruppen unterstützen und möglichst vielen Menschen helfen. Eigeninitiative soll aufgenommen, angeregt und gestärkt, Abhängigkeit abgebaut werden.


Aktion "Sei so frei"