Kirchenaustritte weiter gesunken

In der Diözese St. Pölten haben nach derzeitigem Stand im vergangenen Jahr 2.907 Personen die Katholische Kirche verlassen. Im Jahr zuvor waren es noch 4.002 Katholiken. Dies bedeutet einen Rückgang um über 27 Prozent. Der Direktor des Pastoralamtes Msgr. Wilfried Kreuth führt dies unter anderem auch auf "neue und ermutigende Impulse" in der Diözese zurück. Jeder einzelne Austritt sei zutiefst zu bedauern und ernst zu nehmen, erklärt der Direktor des Pastoralamtes Msgr. Kreuth. Daher müssen auch in den kommenden Jahren wieder verstärkt Anstrengungen unternommen werden, damit Menschen ihr Vertrauen in die Kirche nicht verlieren, sondern in ihr - vor allem in schweren Tagen - Trost, Hilfe und Stütze finden. Dies sei Aufgabe aller getauften Christen, weist Kreuth hin. Als ermutigende Impulse in der Diözese St. Pölten hat Kreuth u.a. die Aufbruchskampagne "Gottes Botschaft im Alltag" sowie die Begegnungstage in den Dekanaten Geras und Zwettl bezeichnet.
Im vergangenen Jahr haben 217 Menschen wieder den Weg zur Kirche zurückgefunden, etwa gleich viel wie im Jahr zuvor. Damals waren es 215. Einen Grund für diese Entwicklung führt er auf die "neuen und ermutigenden Impulse" zurück, die es im vergangenen Jahr in der Diözese gegeben habe. Auch die feststellbare Zunahme von Wallfahrten sei ein "ermutigendes Zeichen eines neuen Aufbruchs", sagte er.

In ganz Österreich sind nach vorliegendem Stand im Vorjahr 36.645 Katholiken aus der Kirche ausgetreten. Im Jahr zuvor waren es 44.609. Dies entspricht einem Rückgang von 17,8 Prozent. Etwa 4.600 Personen sind im vergangenen Jahr wieder zur katholischen Kirche zurückgekehrt.