Kirche feiert den „Sonntag der Weltkirche“

Die katholische Kirche feiert am 19. Oktober den „Sonntag der Weltkirche“, auch „Weltmissions-Sonntag“ genannt. Weltweit wird an diesem Tag in den katholischen Kirchen für Menschen in den ärmsten Ländern der Erde gebetet und für die Verbesserung der sozialen und pastoralen Situation gesammelt. Das Besondere an dieser größten Solidaritätsaktion der Welt: Auch in den benachteiligten Regionen tragen die Katholiken das bei, was ihnen möglich ist.

Der Weltmissions-Sonntag an jedem vorletzten Sonntag im Oktober, heuer der 19. Oktober, ruft uns ins Bewusstsein, dass die Kirche eine weltweite Gemeinschaft ist. Jedes Jahr entstehen zehn neue Diözesen in der einen Weltkirche. Über 1100 der weltweit 2500 Diözesen der katholischen Kirche befinden sich in den ärmsten Ländern der Welt. Sie sind bei der Verwirklichung ihrer großen pastoralen und sozialen Aufgaben auf materielle Unterstützungen angewiesen. Die Sammlung am Weltmissions-Sonntag dient dazu, diesen Ortskirchen ein „Existenzminimum“ zu sichern. Dabei geht es nicht um bestimmte Projekte, sondern um die täglichen Ausgaben, ums Überleben.

Alle Spenden zum Weltmissions-Sonntag fließen in einen Solidaritätsfonds. Die ärmsten Diözesen erhalten daraus einen Anteil zur Finanzierung ihrer Aufgaben. Die Sammlung sichert ihnen auf diese Weise so etwas wie ein Existenzminimum, damit sie ihren Einsatz in der Evangelisierung und der kirchlichen und sozialen Entwicklung in ihrer Region leisten können.

Seit 1922 garantieren die Päpstlichen Missionswerke („Missio“) die gerechte Verteilung der Gelder, in Zusammenarbeit mit den Nuntiaturen und den Repräsentanten der örtlichen Päpstlichen Missionswerke. „Missio“ ist ein international agierendes katholisches Hilfswerk mit erfahrenen und kompetenten Partnern.

Schwerpunktland Kolumbien

Seit vielen Jahren wird in Österreich aus Anlass des Weltmissions-Sonntags jeweils ein Land besonders in den Mittelpunkt gerückt. Heuer macht „Missio“ auf die Situation in Kolumbien aufmerksam. In dem südamerikanischen Land herrscht seit vielen Jahrzehnten ein bürgerkriegsähnlicher Zustand. Laut UNO-Flüchtlingswerk sind rund vier Millionen Menschen in Kolumbien auf der Flucht vor Kämpfen zwischen Militär, Guerilleros und paramilitärischen Milizen.

Mehr als 90 Prozent der Menschen in Kolumbien sind katholisch getauft. Priester und Ordensleute stehen auf der Seite der Hilflosen und der Kinder. In Hilfsprojekten und Bildungs-Initiativen versuchen sie Straßenkindern und Jugendlichen ein „neues Leben“ zu schenken.

In Österreich wird die Sammlung von „Missio“-Austria, den Päpstlichen Missionswerken in Österreich, organisiert. Im Jahr 2007 wurden am Weltmissions-Sonntag 1,5 Millionen Euro gespendet. „Missio“-Nationaldirektor Leo Maasburg bedankt sich bei allen, die den Menschen in den Ländern des „Südens“ ein würdevolles Leben ermöglichen: „Bitte helfen Sie uns weiterhin, damit die Kirche den Menschen helfen kann!“, appelliert Maasburg.

Spenden: Kto. Nr. PSK 7.015.500, BLZ 60.000, Empfänger: Missio Päpstliche Missionswerke, oder online auf www.missio.at .