Nikolaus
 
 

Kinder- und Jugendpastoral muss Hauptanliegen bleiben

Am kommenden Sonntag, den 23. November, gestalten in vielen Pfarren der ganzen Diözese Jugendliche die hl. Messe mit. „Der Jugendsonntag hat eine gute Tradition“, sagt dazu Mag. Lucia Deinhofer, die neue Bereichsleiterin für „Kinder und Jugend“ in der Diözesanstelle für Pastorale Dienste. Auch wenn in manchen Pfarren von Jugendlichen wenig sichtbar ist, sei es „trotzdem wichtig, die Kinder und die Jugend in den Blick zu nehmen“, betont Deinhofer: „Kinder- und Jugendpastoral muss der Kirche ein Hauptanliegen bleiben.“
In der Kinder- und Jugendpastoral ist für die Religionslehrerin und langjährige Leiterin des Jugendhauses Schacherhof viel Wertvolles vorhanden. „Es geschieht sehr viel, aber es ist notwendig, dies sichtbar zu machen.“ Die unterschiedlichen Ebenen der Kinder- und Jugendarbeit –Pfarre, Dekanat, Diözese – will Deinhofer „in ihrer Vielfalt“ erhalten, stärker vernetzen und koordinieren. Das Wichtigste für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei es, mit den Kindern und Jugendlichen persönlich in Kontakt zu kommen und zu bleiben, Beziehungsarbeit zu leisten. „Pastoral braucht Beziehung“, betont Deinhofer, „egal ob im Religionsunterricht oder in der Jugendpastoral.“

In den Pfarren weiß Deinhofer „viele Menschen, die sich begeistern lassen, die bereit sind sich zu engagieren“. Denn für die Kinder- und Jugendarbeit werden auch Erwachsene benötigt, die kompetent beleiten und „Begeisterung transportieren“ können. Besonders wichtig ist Deinhofer, Angebote zur Glaubensvertiefung zu fördern. Die Pfarre ist für Deinhofer die „Basiseinheit“, die es zu stärken gilt. Es sei jedoch auch notwendig zu lernen, über die Grenzen der Pfarre zu schauen. So sollen auf Dekanats- und Diözesanebene die einzelnen Jugendlichen und Jugendgruppen besser vernetzt werden. Ziel ist es, flächendeckend in allen Regionen der Diözese Jugendleiterinnen und Jugendleiter anzustellen. Die Diözesanjugendstelle soll verstärkt fachliche Unterstützung geben.

Aufgabe der diözesanen Jugendhäuser ist es, Jugendlichen Raum für Begegnung, Gemeinschaft, Auseinandersetzung, Orientierung und spirituelle Vertiefung zu geben. Interessierte Jugendliche sollen in ihren spezifischen Interessen und Lebenssituationen mit verschiedenen Angeboten wie Orientierungstagen, Besinnungswochenenden, Glaubenskursen oder Lehrlingswochen gezielt gefördert und gestärkt werden. Es sei jedoch nicht das Ziel, die jungen Menschen von der Pfarre „abzuwerben“, erklärt Deinhofer. „Wir wollen sie inspirieren und anleiten, so dass sie in ihren eigenen Pfarren aktiv werden können.“ Es gelte, die Jugendlichen zu motivieren, sich für die Botschaft Jesu einzusetzen, und sie in ihren Talenten und Fähigkeiten so zu fördern, dass sie sich einbringen können.

Als Bereichsleiterin ist Lucia Deinhofer für die Rahmenbedingungen der diözesanen Kinder- und Jugendarbeit zuständig. Es geht um die Vernetzung, Begleitung und Koordination von Jungschar, Ministrantenpastoral, Firmpastoral, Jugendleiterinnen und Jugendleitern in den Dekanaten und Jugendhäusern sowie der KJ-Diözesanstelle. Die unterschiedlichen Gliederungen und Teilorganisationen will Deinhofer erhalten, um die Jugendlichen in ihren konkreten Lebenswelten anzusprechen. „Lehrlinge, Schüler- oder Pfarrjugendgruppen brauchen eine jeweils andere, spezifische Begleitung.“ Deinhofer ist es jedoch wichtig, dass die verschiedenen Gruppen nach außen ein gemeinsames Auftreten entwickeln, in Zukunft etwa auch durch gemeinsame Jahresschwerpunkte. „Es geht um ein gutes Miteinander.“

„Wir wollen Jugendliche dort abholen, wo sie stehen, mit ihren Fragen, Sorgen und Freuden“, fasst Lucia Deinhofer zusammen und sie „in ihrer persönlichen und religiösen Entwicklung begleiten.“