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"KFB-Frauen sind Alpha-Frauen"

Bei strahlendem Sonnenschein konnte die katholische Frauenbewegung am Samstag, dem 31. Mai ihr 60-Jahr Fest im Stiftshof von Göttweig begehen. Sonnenschirme hatten an diesem Tag Hochsaison und bunte Tücher auf den Stufen zur Kirche unterstrichen diesen bunten und stimmungsvollen Tag, zu dem hunderte Frauen aus der ganzen Diözese gekommen waren. "Bewegt durch Gottes Geist" prangte auf den bunten Plakaten und auf den Fahnen flatterte der Satz: die Kraft ist weiblich. "Wir legen die Zukunft in Gottes Hand, in seinen Geist, der uns bewegt", sagte die Vorsitzende Helene Renner in der Begrüßung. Mit den anwesenden Frauen aus allen Teilen der Diözese feierten der Altenburger Abt und Geistl Assistent der Kath. Frauenbewegung Österreichs, Christian Haidinger, der Geistliche Assistent P. Michael Prinz, der Dechant des Dekanates Oberwölbling Franz Schabasser und der Pfarrer von Oberwölbling, Marek Jurkiewicz die Heilige Messe, die schwungvoll von der Musikgruppe Visionen aus St. Valentin und Langenhart musikalisch begleitet wurde.

"Atme in uns, Heiliger Geist" erklang der Eröffnungsgesang und in allen den Texten und Worten des Tages kam immer wieder zum Ausdruck, dass die Frauen in den vergangenen 60 Jahren ihres Bestehens auf diese Kraft vertraut haben und mit diesem Bewusstsein auch in die Zukunft blicken. P. Christian brachte es in seiner Predigt auf den Punkt: "kfb-Frauen sind Alpha-Frauen. Sie zeigen Kraft und Bewegung". In dieser Bewegung sei etwas gewachsen, was aus der Kirche nicht mehr wegzudenken ist". Er erinnerte an die "Visionen 2000" des heutigen Papstes vor 38 Jahren: die Kirche werde sich als Freiwilligenkirche verstehen, neue Initiativen setzen und neue Formen des Amtes bedürfen. Abt Christian bedauerte, dass dieser Weg nicht weitergegangen wurde und man sich heute wieder "mühsam Wege in eine gute Zukunft suchen" müsse. Er rief die anwesenden Frauen auf, sich im Erneuerungsprozess der Diözese zu engagieren, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein.

Bischof Klaus Küng, Generalvikar Leopold Schagerl, weitere Priester und auch Landesrätin Johanna Mikl-Leitner kamen dann zum anschließenden Festakt, der von Christine Haiden moderiert wurde. In ihren Grußworten unterstrichen der Präsident der Kath. Aktion Roman Fröhlich, die Vorsitzende der kath. Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft, die Präsidentin der Katholischen Aktion Luitgard Derschmidt und auch Landesrätin Mikl-Leitner die geleistete Arbeit der Frauenbewegung durch die vergangenen 60 Jahre und in der Gegenwart. Sie forderten die Frauenbewegung auf, auch in Zukunft mit offenen Augen für eine Kirche zu stehen, die die Menschen brauchen.
Bischof Klaus Küng erinnerte an die erste Christin Lydia und an viele heilige Frauengestalten in der Geschichte bis zur Gegenwart. Er wünsche sich eine Frauenbewegung, die solche Frauen fördert und stützt. Frauen sollten die Würde der Frau, Familie und Ehe verteidigen und an der Sendung der Kirche mithelfen, denn "die großen Fragen können wir nicht lösen, wenn nicht die Frauen mithelfen", unterstrich er.

In markanten Bildern, mit den jeweiligen Schwerpunktakzenten und mit Bezug auf ihre Leitlinien stellten die Frauen einen markanten Rückblick auf die vergangenen sechs Jahrzehnte dar. Von jener Zeit als sich 16 Frauen bei der ersten kfb-Konferenz trafen bis zur Gegenwart gab es viele Initiativen, Bildung der Pfarrgruppen, Arbeitskreise und Aktionen bis zu grenzübergreifenden Kontakten und Hilfsprojekten. Mit Tafeln und in Symbolen stellten die Frauen auf den Stufen zur Stiftskirche diese Leistungen und Initiativen für alle Anwesenden ersichtlich dar. In ihren Schlussworten unterstrich Helene Renner, dass die Frauen stolz darauf sein dürfen, was sie bis heute geschaffen haben. "Wir werden weiterarbeiten in der Kirche, weil wir Teil dieser Kirche sind. Wir wollen nicht nur Altes bewahren, sondern uns den Anforderungen der Zeit stellen. Kirche - Freude - Bewegung, das ist unsere KFB", schloss die Vorsitzende.