Jugendsonntag 2007

Am 25. November, dem Christkönigsonntag, wird heuer wieder in vielen Pfarren traditionsgemäß der Jugendsonntag gefeiert. Die Jugendlichen gestalten die Jugendsonntagsfeiern in den Pfarren selbst. "Frei nach dem KJ-Motto 'Jugend STIMMT' zeigen die Jugendsonntagsfeiern einmal mehr, dass das Interesse der Jugendlichen am Mitgestalten der Kirche groß ist. Jugendliche wollen sich im Pfarrleben einbringen, sie wollen mitbestimmen", so Marie-Luise Auer, Leiterin des Fachbereichs Junge Gemeinde bei der Katholischen Jugend Österreich. In der Diözese St. Pölten lautet das Thema des diesjährigen Jugendsonntags "SportsGeist".

Das Christkönigfest findet in der katholischen Kirche am letzten Sonntag vor dem ersten Advent statt. Es wurde von Papst Pius XI im Jahr 1925 zum Andenken an das 1600-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nizäa (325) eingeführt. In einer Zeit starker politischer Umbrüche, verbunden mit dem Niedergang großer Monarchien, war die Einführung des Festes ein starkes Zeichen: Die Anerkennung Jesu als Kyrios (griech.: Herr) relativiert alle Könige und Kaiser und ihre staatliche Macht. Jesu Handeln wird so zum Maßstab für politisches Handeln: Sein besonderes Augenmerk für die Armen und Kranken, seine Bereitschaft zu vergeben, sein Eintreten für Frieden und Gerechtigkeit sind Vorbild und Ideal.

In der Zeit des Nationalsozialismus entdeckte besonders die Katholische Jugend diesen Feiertag neu - als Absage an jegliche totalitären Machtansprüche. Der Jugendsonntag wurde zu einer Form des Protestes gegen die Herrschaft der Nationalsozialisten. So wird seither der Christkönigsonntag auch gleichzeitig als Jugendsonntag gefeiert und gilt auch heute als Zeichen jugendlichen Engagements gegen Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Unmenschlichkeit.