Jugendengagement ohne Kompromisse

Die Jugend packt zu – ohne Kompromiss legen sie sich für andere Menschen „ins Zeug“. An der größten Jugendsozialaktion haben sich österreichweit über 5.000 Jugendliche in über 400 Projekten drei Tage lang engagieret. Allein in der Diözese St. Pölten waren 400 Jugendlich bei mehr als 30 Projekten im Einsatz. Die „72 Stunden ohne Kompromiss“ sind wurden der Katholischen Jugend, der YoungCaritas.at und von Hitradio Ö3 organisiert. „Es gibt Hoffnung für unser Land zu beobachten, wie junge Menschen aus sozialen Motiven zu großem Einsatz bereit sind. So wachsen Solidarität und Verantwortungsbewusstsein, wichtige Voraussetzungen für den Frieden in der Gesellschaft.“, sagte Diözesanbischof Klaus Küng und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll: „Es ist dies nicht nur eine hervorragende Idee und ein herausragendes Zeichen des sozialen Engagements unserer Jugend, sondern auch ein Beitrag zur sozialen Modellregion Niederösterreich, in der wir uns zum Ziel gesetzt haben, auch jene auf unserem erfolgreichen Weg mitzunehmen, die nicht von selber mitkönnen“.
Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion sagte zu der Aktion: „Die Jugend setzt dadurch ein Zeichen für ältere Generationen und gibt allen Erwachsenen ein tolles Beispiel für Engagement. Von so einer Jugend kann also jede Generation noch einiges lernen.“

Im Stift Göttweig legten 30 Schülerinnen und Schüler der HAK St. Pölten einerseits aus 1.200 Pflastersteinen ein Labyrinth an und renovierten andererseits Teile des dortigen Turnsaals, der in Zukunft Jugendgruppen als Kreativraum dienen wird.

Engagiert gingen die Jugendlichen im Jugendzentrum Steppenwolf zur Sache. „Ran an den Speck!“ war ihr Motto. Zu fünft malten sie Teile des Zentrums innen und außen neu aus. „Wir wollten anderen Jugendlichen eine Freude bereiten, indem wir etwa eine Kreativwerkstatt für sie einrichten“, meint etwa Andi Strobl, voll beschmiert mit Farbe.

Heiß her ging es in der WingTsun-Kampfkunstschule St. Pölten. Dort veranstaltete der Leiter, Sifu Fahri Özcan, einen Benefizselbstverteidigungskurs. Die Einnahmen kommen zu 100 Prozent dem Club Aktiv der Caritas zugute. Warum sich Sifu Fahri als Moslem bereits zum zweiten Mal dieser katholischen Aktion anschließt? „Bei Aktionen wie den 72 Stunden steht die Hilfe für Menschen im Mittelpunkt und hier gibt es keine religiösen Grenzen.“

Bislang war der Pfarrhofgarten in Eggenburg durch eine dicke Steinmauer in zwei Hälften geteilt und für Spiele mit Kindern unbrauchbar. Dies änderte sich durch die „72 Stunden ohne Kompromiss“: Die Mauer wurde weggerissen, die unterschiedlichen Niveaus der zwei Gartenhälften verbunden und eine neue Rasenfläche angelegt. Damit entsteht neuer Raum zum Spielen, Entspannen und Arbeiten.