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Islam und Christentum: Suche nach gemeinsamen Wurzeln

Woran glauben Muslime und was haben sie mit den Christen gemeinsam? - Bei einer interreligiösen Begegnung in der Moschee des islamischen Kultur- und Wohltätigkeitsvereins St. Pölten stand am Samstag, dem 19. Februar, Omar Al-Rawi, Integrationsbeauftragter der islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Katholischen Besuchern Rede und Antwort. Von Seiten der Katholischen Aktion hatten Kath. Akademikerverband und Kath. Bildungswerk Radlberg das Treffen organisiert. Gastgeber war der 1997 gegründete islamische Kultur- und Wohltätigkeitsverein St. Pölten, der in der Herzogenburgerstraße ein großes Wohnhaus als Moschee, Gemeinschafts- und Bildungszentrum adaptiert hat.


Nach einem herzlichen Tee-Empfang für die Katholischen Besucher berichtete Ahmed Pek, Schriftführer des Vereins, über die muslimische Gemeinde in St. Pölten: Die rund 180 Mitglieder sind größtenteils türkischer Abstammung, aber auch aus Pakistan, Libyen, Irak und dem ehemaligen Jugoslawien.


Al-Rawi: Viele Gemeinsamkeiten


Im Gebetsraum rezitierte der St. Pöltner Imam M. Ali Sahin aus der 3. Sure des Koran über die Jungfrauengeburt Jesu. Integrationsbeauftragter Omar Al-Rawi wies in diesem Zusammenhang auf die "vielen Gemeinsamkeiten" zwischen Islam und Christentum hin, wie etwa auf den Glauben an ein Leben nach dem Tod, oder ein jüngstes Gericht und erläuterte die fünf Säulen des Islam: Glaubensbekenntnis, tägliches Gebet, Fasten, Armensteuer und Pilgerreise nach Mekka.


Interessiert verfolgten die Gäste das Abendgebet. Beim anschließenden Büffet gab es Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die Besucher genossen die muslimische Fastenspeise mit Nüssen, Mandeln und Kichererbsen - ein "muss" am Gedenktag des Auszugs von Mose aus Ägypten, der - und das erstaunte den einen oder anderen - im Islam sogar ein Fasttag ist.


Bruckner: "Gespräch fortsetzen"


"Das Interesse unserer Teilnehmer war sehr groß. Ich glaube, dass unser Ziel - das Herz der anderen zu verstehen versuchen - erreicht worden ist", so Johann Bruckner KBW-Leiter in Radlberg nach der Veranstaltung. Von beiden Seiten gäbe es das Bestreben, das Gespräch aufrecht zu erhalten.