Immer mehr Menschen in Krisen suchen Hilfe bei der Caritas

Gerda, eine alleinerziehende Mutter kann ihre Miete nicht mehr bezahlen. Silvia, fast 30 und mit spastischen Behinderungen, braucht dringend einen betreuten Wohnplatz. Romana, 17, ist schwanger und findet bei ihren suchtkranken Eltern kein Verständnis. Dies sind nur einige Situationen, vor denen die Caritas täglich steht. Bis Mitte Juli führt die Caritas St. Pölten noch ihre diesjährige Haussammlung zur Unterstützung ihrer Aufgaben durch. Gerda, eine allein erziehende Mutter, kann ihre Miete nicht mehr bezahlen. Nach längeren Gesprächen mit der Vermieterin und durch die Überweisung einer Monatsmiete wird der Wohnungserhalt gesichert. Gleichzeitig brauchen ihre zwei Schulkinder psychologische Betreuung, weil sie mit der Abwesenheit des geschiedenen Vaters nicht zurecht kommen. Längerfristig wird eine höhere finanzielle Beteiligung durch den Kindesvater erreicht.
Täglich kommen Dutzende Menschen in ihrer Verzweiflung Hilfe und Beratung zur Caritas. Sie werden über die Pfarren oder durch soziale Stellen vermittelt, damit sie die Caritas mit Beratung, gebrauchten Kleidern oder einer Überbrückungshilfe in ihrem ausweglos scheinenden Alltag unterstützt.
Die SOS-Beratungsstellen der Caritas erleichtert es Betroffenen, Beratung und Hilfe in ihrer Nähe zu erhalten.

Silvia wird bald 30. Sie ist als Spastikerin nur durch ihren Rollstuhl mobil und wird in einer Therapieeinrichtung gefördert. Ihre Eltern haben sie seit ihrer Geburt mühevoll betreut, können jetzt aber nicht mehr für sie sorgen. Ein Platz in einem geplanten Caritas-Wohnhaus mit behindertengerechter Ausstattung wird ihr Leben unendlich erleichtern und absichern. Für Silvia und 23 weitere Betroffene muss in der Region Zwettl ein neues Wohnhaus für schwer körperlich behinderte Menschen errichtet werden.
Demnächst wird in Vitis mit dem Bau einer neuen Recycling-Werkstatt für Menschen mit geistigen Behinderungen begonnen.

Romana ist mit 17 schwanger geworden und findet bei ihren suchtkranken Eltern kaum Verständnis. Die kleine Wohnung bietet wenig Platz für das erwartete Baby. Für einen eigenen Haushalt fehlen die finanziellen und persönlichen Voraussetzungen.
Im Mutter Kind Haus finden junge Frauen und Mütter in schwierigen Lebenssituationen ein vorübergehendes Zuhause und werden vor und nach der Geburt persönlich betreut. Zimmer für 9 Mütter und ihre Babys, Gemeinschafts- und Beratungsräume sowie ein Garten sind geplant.

All diese Aktivitäten und Leistungen werden zum Großteil aus der Haussammlung der Caritas finanziert. Im vergangenen Jahr haben die Menschen in der Diözese dafür 808.875.- Euro gespendet. Ein Zehntel der Spenden verblieb in den Pfarren für deren Caritasarbeit vor Ort. Der Grossteil kam der Pflege von Mindestpensionisten zugute, etwa gleich viel wurde für die Betreuung und Beratung Obdachloser verwendet, ein weiterer Teil für Einrichtungen für Behinderte, als Überbrückungshilfe nach Katastrophen, usw.