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Hirtenwort zum Heimgang von Papst Johannes Paul II.

Papst Johannes Paul II. ist heimgegangen. Er hat sein Ziel erreicht. Mit den Worten des hl. Paulus kann man sagen, er hat den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, die Treue gehalten (vgl. 2 Tim 4,7).


Er war ein großer Papst, fest im Glauben, zäh und ausdauernd in seinen Anstrengungen, der heutigen Welt Christus zu bringen, und getreu dem Worte: der Mensch ist der Weg der Kirche, immer und überall auf jeden Menschen zuzugehen. Es ist beeindruckend, wie groß und weltweit die Anteilnahme an seinem Tod ist, Ausdruck der Wertschätzung seiner Persönlichkeit und seines Wirkens. Wir sind zu Dankbarkeit verpflichtet.


Ich bitte alle Gläubigen, für den verstorbenen Papst zu beten. Im Dom zu St. Pölten werden wir am Donnerstag, dem 7. April, um 18.00 Uhr ein feierliches Requiem für ihn halten. In allen Pfarren und Ordenskirchen der Diözese soll ein Gottesdienst für ihn gefeiert werden.


Das sind die offiziell festgelegten Gedenken.


Ich bin aber davon überzeugt, dass wir ganz im Sinne des verstorbenen Papstes handeln, wenn wir zugleich ab sofort mit einem intensiven Bittgebet für die Kirche, das Konklave und den zukünftigen Nachfolger Petri zu beten beginnen.


Das große Verlangen Johannes Paul II. war in seinem ganzen Pontifikat dem Erlöser Jesus Christus die Türen zu öffnen. Am Ende des Jubiläumsjahres 2000 rief er der ganzen Kirche die Worte zu, die Jesus an Petrus gerichtet hat: "Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!" (Lk 5,4).


Unsere Dankbarkeit für Johannes Paul II. sollte sich darin zeigen, dass wir im Vertrauen auf die Hilfe des Herrn mit neuem Elan persönlich unsere Aufgaben als Christen in Kirche und Welt wahrnehmen und gemeinsam eine Erneuerung der Seelsorge in unserer Diözese mit allen Kräften erstreben.