Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
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Erntekrone
 
 

"Hinhören, wo Gott mich braucht"

"Wir wollen heute beten, dass möglichst viele Menschen nach dem Geist Jesu ihr Leben ausrichten und hinhören, wo Gott sie braucht". So Weihbischof Dr. Anton Leichtfried bei der Wallfahrt der Berufungspastoral am 29. April, dem Weltgebetstag für geistlichen Berufe in Maria Taferl. Eine Gruppe Wallfahrer war schon um 8.30 Uhr in Marbach aufgebrochen, um auf dem Weg zur Wallfahrtsbasilika für Geistliche Berufe zu beten und sich an einigen Stationen über diese Herausforderung Gedanken zu machen. Unter den Wallfahrern auch Weihbischof Dr. Anton Leichtfried, Subregens Dr. Gerhard Reitzinger, Priesterseminaristen und eine Ordensschwestern.
Singend und betend zog die Gruppe in die Basilika ein. Die anschließende Messe mit Weihbischof Leichtfried feierten zahlreiche Gläubige mit. "Gott ist mein Gott, den ich suche - es dürstet meine Seele nach dir..." erklag das Eröffnungslied der Gruppe "Musica Vocalis" aus Purgstall, die diesen Gottesdienst musikalisch umrahmte.

"Wir beten, dass viele junge Menschen den Ruf Gottes nicht überhören und sich auch trauen, darauf zu antworten", sagte Weihbischof Leichtfried. In seiner Predigt führte er aus, dass Menschen eine unendliche Sehnsucht "nach Ewigkeit, nach ewiger Liebe, nach Gott" in sich tragen, so wie es einst der heilige Augustinus ausgedrückt habe: "Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir". Und so wie die Apostel Jesus "gefunden" haben und dennoch stets auf der Suche nach ihm waren, so müssen auch die Menschen heute Christus immer wieder neu suchen und entdecken, auch wenn sie meinen, ihn schon gefunden zu haben, betonte Leichtfried.
Auch Gott sei auf der Suche nach den Menschen, wies der Weihbischof auf das Bild des "guten Hirten" hin. Gott gehe jedem nach und will jeden zu seinem Platz im Leben führen, sagte er. Jeder soll sich daher bemühen, seinen Platz zu finden, zu dem ihn Gott führen will. Dieser Platz könne auch in der Kirche sein. "Priester, Diakon, in einem Orden leben, Religionslehrer oder Pastoralassistenten sind wunderbare und schöne Berufe", unterstrich der Weihbischof.

Zum Abschluss der Messe wies der Leiter der Berufungspastoral und Subregens des Priesterseminars, Dr. Gerhard Reitzinger auf die verschiedenen Angebote hin, die es für Jugendliche und junge Erwachsene gibt, ihre Berufung kennen zu lernen. So etwa das Haus Gennesaret in Seitenstetten, wohin sich junge Erwachsene einige Tage zurückziehen können, wenn sie Stille suchen oder Zeit zum Nachdenken vor wichtigen Entscheidungen brauchen. Vom 12. bis 15. August ist große Jugendwallfahrt nach Mariazell und am 20. Oktober wird die nächste Fußwallfahrt der Berufungspastoral nach Marias Langegg sein.