Großes Interesse an Papstbesuch in Mariazell

Über 4.000 Personen aus der Diözese St. Pölten werden am Samstag zum Gottesdienst mit Papst Benedikt XVI. nach Mariazell pilgern. Das Interesse, mit dem Papst in Mariazell den Gottesdienst zu feiern, ist in den vergangenen Wochen stetig gestiegen. So sind derzeit auch für Spätentschlossene keine Zählkarten mehr erhältlich. Unter den 4.000 Pilgern aus der Diözese sind über 110 Priester und Diakone, 40 Ministrantinnen und Ministranten sowie 60 Ordner. Der Kirchenchor aus Maria Laach wird im Vor- und Nachprogramm zu hören sein, die Militärmusikkapelle Niederösterreich wird den Papst am Flugfeld in Mariazell begrüßen und das Bürgerkorps Eggenburg im Waldviertel wurde eingeladen, die Ehregarde sowie den Musikzug zu stellen. Dieser wird ab 8.00 bis zu Ankunft des Papstes am Sportplatz ein Platzkonzert geben und danach den Papst zur Basilika begleiten.

Von den Pilgern werden über 2.000 in Bussen anreisen. Busorganisator Josef Muhr: "48 Busse werden Samstag früh aus allen Teilen unserer Diözese nach Mariazell unterwegs sein. Wir haben bis zuletzt versucht, alle Pilger, die mit Bussen anreisen wollen, unterzubringen. Auch unser Kontingent für die Bahn wurde voll ausgeschöpft." Etwa 650 Personen finden in den Zügen der Mariazellerbahn Platz und 900 wollen Mariazell zu Fuß erreichen. Viele von ihnen nächtigen in der Nähe des Gnadenortes.
Einige Gruppen werden aber einige Tage unterwegs sein. So Elisabeth Haunschmied aus St. Peter im Mostviertel: "Es wird wieder einiges zum Nachdenken geben", meint sie. Sie will mit Ehegatten und Tochter in einer größeren Gruppe zu Fuß zur "Magna Mater Austriae" pilgern. Drei Tage dauert der gemeinsame Fußmarsch von Euratsfeld im Bezirk Amstetten nach Mariazell. Die Wallfahrt und die Feier mit Papst benedikt wird für sie eine "Stärkung im Glauben sein".

Mit dem Rad hingegen will Leopold Karner aus St. Georgen an der Lays im Bezirk Scheibbs anreisen. Mit seiner Familie. "Der Papst kommt nicht alle Jahre", sagt er zu seiner Motivation. Schon vor Morgengrauen wird er die insgesamt 120 km mit vielen Gebirgsstrecken in Angriff nehmen. Bereits beim letzten Österreichbesuch von Johannes Paul II. war Karner - damals noch Jugendlicher - mit dabei und von der Atmosphäre begeistert: "Die Erinnerung hat mich inspiriert, auch jetzt mitzufeiern - diesmal mit meiner Familie."