Großes Interesse an katholischen Privatschulen

Dass Privatschulen in Österreich gefragt sind, können auch die Direktoren und Schulerhalter dieser Einrichtungen bestätigen. Bei ihrer Tagung Ende Februar bei den Schulschwestern in Amstetten wurden unter anderem auch die Zahlen und Gründe genannt. 100 Kinder besuchen derzeit die Volksschule der Schulschwestern in Amstetten, an der Hauptschule mit derzeit 120 Kindern können jährlich nur etwa 30 Kinder aufgenommen werden, obwohl größeres Interesse bestehe. An der Fachschule für wirtschaftliche Berufe und Sozialberufe werden derzeit 203 Schülerinnen und Schüler unterrichtet und die fünfjährige Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik wird in zehn Klassen geführt.
Für die Generaloberin der Franziskanerinnen, Sr. Franziska Bruckner, sind die Gründe für den großen Zuspruch bereits in der Grundausrichtung des Ordens grundgelegt. Sie legte die Leitlinien des Trägervereins vor, der 2006 als kirchlich anerkannter gemeinnütziger Verein mit dem Ziel gegründet wurde, diese katholische Schule zu erhalten. Zu diesen Leitlinien gehöre die Art des Umgangs und die Zuwendung zu den Menschen, die Lebensgestaltung und der Umgang mit Konflikten, der Umgang mit anderen Kulturen und die Wertschätzung dieser sowie der Umgang mit der Schöpfung.

Über die Lehrerfortbildung an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule am Campus Krems-Mitterau informierte Institutsleiter Prof. Thomas Naske. Diese sei an diesem Standort im Aufbau. Ab herbst werde es eine Ausbildung zum Ethiklehrer in Zusammenarbeit mit der Universität Wien geben. Naske erklärte, dass bereits künftige Studentinnen und Studenten die Pädagogische Hochschule kennen lernen können.
Informationen über den laufenden Erneuerungsprozess in der Diözese St. Pölten rundeten die Tagung ab.