Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Pilgern im Sommer
Erntekrone
 
 

Gott im Spiel des Lebens

"Es ist unser Leben, das auf dem Spiel steht", rief Weihbischof Dr. Anton Leichtfried den hunderten Wallfahrern am Sonntag, 13. April, dem Weltgebetstag der geistlichen Berufe in Maria Taferl zu. Zu dieser Wallfahrt auf den Taferlberg hatten das Priesterseminar und die Berufungspastoral St. Pölten geladen. Etwa 80 Pilgerinnen und Pilger nahmen bereits von Marbach aus den Weg auf den Taferlberg mit Weihbischof Dr. Anton Leichtfried zu Fuß in Angriff. Unter ihnen eine Wallfahrergruppe aus Waidhofen/Thaya und eine Gruppe der Frauenbewegung der Pfarre Oberwölbling. An drei Stationen des Weges gab Subregens Dr. Gerhard Reitzinger den Pilgern Gedanken und Impulse über die Anliegen die Berufung heute mit auf den Weg. "Der Ball ist an uns, Menschen für Gott zu begeistern", sagte er. Denn Gott spiele immer mit in unserem Leben. Er fordere heraus, sich auf seinen Ruf einzulassen. Hat Gott Platz in unserem Leben, fragte Weihbischof Anton Leichtfried bei der anschließenden Messe in der Basilika. Viele vergessen heute auf Gott in ihrem Leben. Daher sei es wichtig, dass es Menschen gibt, die durch ihr Leben Gott ins Spiel bringen und Menschen, die ausdrücklich von Gott künden, betonte der Weihbischof. "Denn unser Leben steht auf dem Spiel".

So wie bei einem Fußballspiel Standardsituationen immer wieder geübt und trainiert werden müssen, gebe es auch im Alltag Standardsituationen, in denen christliches Verhalten und Tun geübt und trainiert werden müsse, wies der Weihbischof hin. Sei es am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Freizeit. "Auch in der letzten Minute kann ich einen Tag noch zu einem gelungenen Tag machen", betonte Leichtfried in der Predigt. So wie in der letzten Minute bei einem Fußballspiel aus einer Standardsituation noch ein Tor fallen kann - und das Spiel damit gewonnen ist.

Der Sonntag sei eine solche Situation, die gestaltet werden will, dass dieser Tag zur Quelle des Freude werde. "Denn Christus ist nicht gekommen, damit wir etwas vom Leben haben, sondern zur ganzen Fülle des Lebens gelangen", betonte er.