Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Pilgern im Sommer
Erntekrone
 
 

Gott hat mit jedem einen Plan

"Heute hat Gott gelächelt", meinte Bischof DDr. Klaus Küng zum strahlenden Herbstwetter bei der Wallfahrt der Berufungspastoral der Diözese St. Pölten, die am Leopolditag, dem 15. November auf dem Jakobsweg von der Ferdinandwarte bei Mautern bis Maria Langegg im Dunkelsteinerwald führte. 200 Personen, Jugendliche wie Erwachsene, nahmen daran teil. Den Abschluss bildete ein Gottesdienst in der Wallfahrtskirche von Maria Langegg. Über 150 Menschen haben sich vom Ausgangspunkt der Wallfahrt um 9 Uhr bei der Ferdinandswarte bei Unterbergern im Dunkelsteinerwald versammelt, um sich in mehr als drei Stunden auf dem Jakobsweg gemeinsam zu besinnen, über die eigene Berufung im Leben nachzudenken, mit anderen darüber zu reden, miteinander zu singen und zu beten. Unter den Teilnehmern aus allen Teilen der Diözese war auch eine Firmgruppe aus Mautern. Ebenso nahmen Priester und Ordensschwestern aus der Diözese an dieser Wallfahrt teil.
An zwei weiteren Stationen, dem Windstallgraben und dem Kreuzberg fanden sich weitere Teilnehmer ein. Unter ihnen auch Bischof DDr. Klaus Küng, der den Weg bis zum Ziel Maria Langegg mitpilgerte. Bei diesen Stationen gab es auch kurze Gedankenimpulse zu Fragen der eigenen Berufung. Gott brauche den Menschen, um der Welt die Erlösung zu schenken, wies Regens Dr. Anton Leichtfried beim dritten Impuls hin. Jeder solle sich besinnen, welche Aufgabe er in diesem Plan habe und was Gott von ihm erwarte.

Organisator Subregens Dr. Gerhard Reitzinger zeigte sich nach der Wallfahrt mit dem Erfolg zufrieden und war von der großen Zahl der Teilnehmer und des Interesses überrascht. Das gemeinsame Gehen auf einem gemeinsamen Weg und dabei ins Gespräch zu kommen, sei ein Zeichen des Miteinander von Christen, meinte er. Diese Wallfahrt sei ein Weg, den Ruf Gottes im eigenen Leben zu hören und um Berufungen zu beten, sagt Regens Dr. Anton Leichtfried und meint, dass Weg, Lebensweg und Berufung schon immer nahe beieinander liegen. Dies habe auch diese Wallfahrt ausgedrückt.

Heute laufen viele Menschen Gefahr, auf ihrem Lebensweg in eine Sackgasse zu geraten, sagte Bischof DDr. Klaus Küng in der Predigt beim Gottesdienst. Daher sei es für jeden Einzelnen wichtig, bei seinen Lebensentscheidungen auf Gott zu hören. Man müsse still werden und sich Gott mit seinen Fragen und Anliegen und dem Wunsch nach Klarheit zuwenden, sagte er. Jeder könne dabei Jesus begegnen, "der auch heute durch die Straßen unserer Zeit geht und die Menschen ruft, ihm zu folgen". Denn Gott habe mit jedem Menschen einen bestimmten Plan. Um den kennen zu lernen sei es notwendig, Jesus kennen zu lernen und in jedem Beruf, sei es als Rechtsanwalt, als Krankenschwester oder Lehrerin, als Christ zu leben. Der Bischof rief die Anwesenden auf, in kleinen Schritten damit anzufangen, seine eigene Berufung zu entdecken.
Alle Teilnehmer waren zum Abschluss zu Tee in das Kloster der Gemeinschaft der Seligpreisungen geladen.