Gongschlag für neues Bildungsjahr

Ob es nun die Spiritualität einer Maria Ward ist, das Konzept des Global Marshall Plans oder die Frage der Vereinbarkeit der Evolutionstheorie mit der Lehre der Kirche, das Katholische Bildungswerk der Diözese St. Pölten versucht mit seinen Angeboten am Gebiet der Erwachsenenbildung stets am Puls der Zeit zu sein. Mit einem Präsentationstag für Bildungswerkleiter und -leiterinnen im Hippolythaus startete man am 23. September 2006 ins neue Bildungsjahr. "Intention dieses Präsentationstages ist es, unseren MitarbeiterInnen und Mitarbeitern, neue Produkte vorzustellen und umgekehrt ein Feedback für die Vorträge unserer Referentinnen und Referenten zu bekommen", sagte Gerald Danner, Geschäftsführer des Bildungswerks. Orientierung aus dem Glauben, Gestaltung des Lebens, Verantwortung in der Gesellschaft - zu diesen drei Kernbereichen bietet das KBW der Diözese über 600 Veranstaltungen an, die von den BildungswerkleiterInnen in den Pfarren bald auch via Internet "gebucht" werden können. Eine Bildungsdatenbank ist in Ausarbeitung und wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Präsentationstages bereits schmackhaft gemacht.

Querschnitt durchs Programm

Einen kleinen Querschnitt durch das aktuelle Programm boten die Vorträge der ReferentInnen: Sr. Petra Hiemetsberger CJ, Mitarbeiterin des Kardinal König-Hauses Bildungszentrums der Jesuiten in Lainz, gab Einblick in die Spititualität der Engländerin Maria Ward, die schon vor 200 Jahren gegen heftige Widerstände mit ihrem Leben den Ruf Gottes an die Frauen bezeugte, am Aufbau des Reiches Gottes mit zu wirken.
Dr. Erwin Lasslesberger, Erwachsenenbildner, Trainer und Coach wartete mit praktischen Tipps zur einfachen Gestaltung des Lebens auf - in einer Zeit, in der das Haben und unablässige Vermehren der Dinge stets im Vordergrund steht.
Den Spannungsbereich von Naturwissenschaft und Theologie - ein zuletzt medial neu aufgeheiztes und somit brandaktuelles Thema - beleuchtete Mag. Dr. Max Angermann, AHS-Professor und Lehrbeauftragter der Universität Wien.
Die politische Brisanz des Evangeliums sowie die Möglichkeiten zur Umsetzung christlicher Verantwortung in Kirche und Welt verdeutlichten Dr. Maria Mayer-Schwingenschlögl, AHS-Lehrerin und Beauftragte für EU-Agenden in der Diözese St. Pölten mit der Frage "wie können wir als Christen Salz für Europa sein?" und Mag. Klemens Riegler: Der Koordinator für den Global Marshall Plan Österreich im Ökosozialen Forum Europa stellte die Vision einer Welt in Balance vor: Der Global Marshall Plan als zukunftsfähige und machbare Alternative.
Unter dem Motto "Wer die Bibel nicht kennt, kennt Christus nicht" brachte die Religionspädagogin MMag. Veronica Schwed ihren Zuhörern anhand des Lukasevangeliums die lebensspendende Botschaft des neuen Testaments näher.