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Glaubensverkündigung heute

„Glauben verkünden und leben in heutiger Zeit“ lautet das Thema der Priesterfortbildungswoche, die am 15. September mit einem neuen Turnus begonnen hat. An der Fortbildungswoche, die auch in den kommenden vier Jahren unter gleichem Thema durchgeführt wird, müssen alle Priester ab dem fünften Priesterjahr bis zum 65. Lebensjahr teilnehmen. Diesmal waren die Priester mit den Anfangsbuchstaben A bis F geladen. Grund dieses Thema zu wählen sei, dass sich die Voraussetzungen für die Seelsorge in den Pfarren entscheidend geändert hätten, sagte der für die Priesterfortbildung in der Diözese zuständige Weihbischof Dr. Anton Leichtfried. „Wir leben in einer pluralen Gesellschaft, von der auch das kleinste Dorf betroffen ist“, wies er hin. Das führe zu einer neuen Glaubenssituation, auf die die Verkünder des Glaubens, vor allem die Priester, aber auch alle Mitarbeiter in der Pastoral, reagieren müssen. Es gehe bei dieser Fortbildung um ein genaues Hinschauen auf diese neue Situation, um zu erkennen, was heute Auftrag und Sendung für Kirche und Pfarre sei.
Teilnehmende Priester an dieser Tagung äußerten, dass die Situation in manchen Pfarren heute weithin einem "Missionsland" gleiche. Immer mehr Menschen haben keine Kenntnsisse mehr über den Glauben und seine Inhalte. Dennoch gelte es, nicht zu resignieren, sondern das Wort Gottes in neuer Form anzubieten. Von den Teilnehmern wurde etwa die Lange Nacht der Kirchen genannt, aber auch die Chancen, die durch das Internet gegeben seien.
Unter den ReferentInnen dieser Fortbildungswoche sind die Wiener Pastoraltheologin Dr. Regina Polak, die über „Glaube und Religion heute - aus religionssoziologischer Sicht“ spricht, weiters der Bibelwissenschafter Dr. Josef Pichler mit dem Thema die „Urkirchliche Glaubensverkündigung“ und der emeritierte Wiener Dogmatiker Dr. Josef Weismayer zum Thema „Glauben leben und Glauben verkünden in glaubensferner Umgebung“.