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Glaube, Sport und Abenteuer

"Je mehr jemand bereit ist, seine Grenzen zu überschreiten, desto mehr erfährt er über sich selbst". So der Melker Benediktinerpater Dr. Jeremia Eisenbauer bei einem Informationsabend mit anschließender Übertragung von der Euro08 im Pfarrzentrum Steinakirchen /Forst über das Thema "Wie kann ich Glaube, Sport und Abenteuer im Leben vereinen". Zu diesem Gesprächsabend mit anschließender Sportübertragung des Fußballspiels Österreich - Deutschland hatte das Katholische Bildungswerk und die Diözesane Sport Gemeinschaft (DSG) geladen.
Pater Dr. Jeremia Eisenbauer, stellte zu Beginn seiner Ausführungen die Frage: "Wie kann man leben ohne Glaube, Sport und Abenteuer?". Und er weiß, wovon er spricht, denn seit über 30 Jahren betätigt er sich als Höhlenforscher, fährt leidenschaftlich Motorrad, ist Skitourengeher, Pilot und Psychotherapeut, war bei Goldwäschern im Norden Finnlands und bei Indianern in Nordamerika, und vieles mehr...
"Je mehr ein Mensch bereit ist seine Grenzen zu überschreiten, desto mehr erfährt er über sich selbst", bestätigt Jeremia, Pfarrer von Zwerndorf und Oberweiden im Marchfeld. Anhand von konkreten Erfahrungen schildert er seine persönlichen Grenzerfahrungen. Spiritualität sei eine bewusste Suche, die bei der Aufmerksamkeit und sensiblem Verhalten gegenüber Schöpfung beginnen könne", erklärte er.
Wer Selbst- und Grenzerfahrungen zulasse, würde auch mit der Frage des Todes konfrontiert, wies P. Jeremia hin. Doch würde durch zuviel Sorgen und Gedanken an das Leben nach dem Tod oft auf das Leben vor dem Tod vergessen, meint er. "Gott wünscht sich Menschen mit Freiheit und Verantwortung. Freude zur Eigenverantwortung gehören zum vollen Menschsein dazu. Wer sich auf den Weg macht, muss sich bewusst sein, dass er ein Gratwanderer ist. Denn auch Scheitern und Ohnmacht sind möglich", so Dr. Eisenbauer.