Generalvisitationen in 20 Pfarren

20 Pfarren besucht Bischof DDr. Klaus Küng dieses Jahr im Rahmen der nach dem kirchlichen Gesetzbuch in Canon 396 vorgeschriebenen Generalvisitationen. In diesen Pfarren wird er auch Gottesdienst feiern, Firmungen spenden, mit dem Pfarrgemeinderat und Pfarrkirchenrat sprechen und die Menschen in ihrem Glauben ermutigen. In allen visitierten Pfarren wurde der Bischof begeistert empfangen. So auch kürzlich in der Pfarre Lengenfeld, wo auch strömender Regen die Gläubigen nicht davon abhalten konnte, den Bischof bereits auf dem Parkplatz vor der Kirche zu begrüßen. Mit dabei Pfarrprovisor Matthias Breitweg, Dechant Mag. Eduard Gruber, Diakon HR Prof. Konrad Panstingl und Bürgermeister Otmar Gschwantner sowie die 15 Firmlinge aus der Pfarre.

In der Kirche wies Bischof Klaus in seinen Eröffnungsworten zum Gottesdienst auf den Grund der Visitation hin: Man sei zusammengekommen, um den Heiligen Geist herab zu rufen, für die Firmlinge, aber auch für die gesamte Gemeinde. Gerade in der heutigen Zeit bedürfe man in besonderer Weise des Heiligen Geistes, sagte er.
Auch in seiner Predigt ging der Bischof auf das Thema heutiger Herausforderungen für den Christen ein und nannte mit Verweis auf das Evangelium des Tages drei große Bitten an Gott, die heute in jede Pfarre aktuell seien. Gott möge die Menschen in ihrem Glauben bewahren, sie vor dem Bösen beschützen und in der Wahrheit heiligen.
Gerade im Glauben können die Menschen einen festen Halt entdecken und eine Quelle finden, aus der man für das ganze Leben schöpfen könne, sagte er. Die weitere Bitte sei die Bewahrung der Gläubigen vor dem Bösen in dieser Welt. Viele meinten, es gehe auch ohne Gott. Sie glauben, dadurch mehr Freiheit zu erlangen und werden enttäuscht, erklärte der Bischof. Die dritte Bitte sei, die Menschen zur Wahrheit zu führen, damit sie die echte Wahrheit entdecken, vor allem in Hinblick auf die Aufgaben im persönlichen Leben und im Miteinander.

Die Firmlinge erinnerte der Bischof, dass durch das Sakrament der Firmung das vollendet werde, was in der Taufe begonnen habe. Die Salbung mit dem Chrisamöl bedeute, nun mit Jesus Christus durch den heiligen Geist verbunden zu sein. Es sei der Geist der Wahrheit, der den Verstand leite, zu erkennen was gut und falsch sei und richtig zu entscheiden. Der heilige Geist sei eine Quelle, aus der man für das ganze Leben schöpfen könne. Allerdings, so Bischof Klaus, müsse der Mensch auch das Verlangen danach haben. Es hänge von jedem selbst ab, ob er auf den Ruf Gottes höre, in sich aufnehme und darauf reagiere.

Der Glaubende müsse vor allem auch den Weg zum Gebet finden. Er könne mit seinen Problemen und Sorgen zu Gott gehen, er müsse hinhören, was Gott erwarte. "Wie bei einem Handy darf man nicht nur auf Sendung gehen, sondern muss auch auf Empfang stellen", verglich der Bischof das Gebet, das zum Leben eines jeden Christen gehöre, mit der modernen Technologie der heutigen Menschen.