Gegen den Strom

Lesung von Betriebsseelsorger Franz Sieder
aus seinem gleichnamigen Buch: Gegen den Strom
am Freitag, 14. März, 19 Uhr
im Betriebsseelsorgezentrum Herzogenburg Kaplan Franz Sieder, Arbeiterseelsorger mit Leib und Seele aus Amstetten, hat sich nie ein Blatt vor den Mund genommen, wenn es galt, für die Rechte der Arbeiter einzutreten. Damals, in einer Zeit des aufkeimenden Wohlstandes warnte er bereits davor, dass viele unter die Räder kommen werden. Er ging selbst in Fabriken und Betrieben, erfuhr dabei wie sich Lohndumping entwickelte und sich die Einkommensschere immer weiter öffnete.
Seine Reden und Predigten sind nie unpolitisch. Dass "Streik und Demonstrieren zum christlichen Handeln gehören" ist ebenso seine Überzeugung wie ein unbedingtes Ja zu den Gewerkschaften: "In einer Wirtschaft, wo in keiner Weise der Mensch das Ziel ist, sind Gewerkschaften notwendiger denn je".
Er hat es geschafft, dass viele, oft fernstehende Menschen in der Kirche wieder einen glaubwürdigen Anwalt ihrer Rechte erkannt haben. In seinen Reden, bei Predigten und Kundgebungen, hat er Unmenschlichkeit, unsolidarisches Verhalten, Egoismen und einseitige Wirtschaftsinteressen sowie Formen des Neoliberalismus immer wieder angeprangert und scharf verurteilt.
In dem Buch "Gegen den Strom" haben die Autoren Alois Reisenbichler und Irmgard Schmidleithner die Reden und Predigten von Kaplan Franz Sieder aus den letzten Jahren gesammelt und veröffentlicht. Die Inhalte reichen von Stellungnahmen zum Volksbegehren zum Sozialstaat Österreich über die Situation der Gewerkschaften, das Hiroshima-Gedenken bis hin zu einem Nachruf auf Kardinal Franz König. In seinen Reden reflektiert Sieder unter anderem die Erlebnisse eines Au-Pair-Mädchens in England, die Großdemo zur Pensionsreform oder auch das Hiroshima-Gedenken aus dem Jahr 2005.

Das Buch ist bei der Betriebsseelsorge Amstetten, 300 Amstetten, Kirchenstraße 16, erhältlich. Tel. 07472/64617.