Nikolaus
 
 

Für jeden kann der Stern von Bethlehem aufgehen

Für jeden Menschen kann der Stern von Bethlehem aufgehen, versicherte Bischof DDr. Klaus Küng den Inhaftierten der Justizanstalten in St. Pölten bei der Weihnachtsmesse in der Kapelle des Haftanstalt am 22. Dezember und sprach ihnen Mut zu, auch in der Gefängniszellen Weihnachten werden zu lassen. Mit den Inhaftierten der Justizanstalt Krems-Stein feierte diesmal Weihbischof Dr. Anton Leichtfried den Weihnachtsgottesdienst. Kein Mensch müsse fürchten, dass ihn Gott allein lasse, rief Bischof Klaus Küng den Inhaftierten in St. Pölten zu. Er habe seinen Sohn auf diese Welt gesandt, damit alle eine Chance bekommen, sagte er am Beginn der Weihnachtsmesse. Er rief die Anwesenden auf zu beten, damit für jeden der Stern von Bethlehem aufgehen könne und Weihnachten Wirklichkeit werde.
In seiner Predigt unterstrich der Bischof, dass Gott nicht gekommen sei zu richten, sondern alle Menschen zu retten. Er sei die Grundlage von Zuversicht und Hoffnung für alle Menschen. Diese Geburt Christi sei überall möglich, wies der Bischof hin - „in unseren Herzen, wenn wir es zulassen, aber auch in den Gefängniszellen und bei jenen Menschen, bei denen vieles im Leben daneben gegangen ist“. Bei jedem soll solcher Weihnachtsfriede eintreten, wünschte der Bischof abschließend.

Der evangelische Pfarrer Norbert Hantsch rief die Anwesenden auf, wie einst Maria „offen und bereit“ zu sein, wenn Jesus bei anklopfe. Er dränge sich nicht auf, aber wer ihm sein Herz öffne, bei dem werde er sein, versicherte er.
Für Gefangenenseelsorger Prälat Josef Wansch ist es dieses Jahr bereits die 41. Weihnachtsfeier in der Justizanstalt St. Pölten. Er sei gern in diesem Haus, wo er vielen Menschen Begleiter auf einem Stück ihres Lebens sein kann, sagte er und ermunterte die Inhaftierten, „die Melodie Gottes“ in sich erklingen zu lassen, damit sich „die Dissonanzen des Lebens auflösen“. Für jeden Menschen habe Gott eine Melodie erdacht, die eine fröhliche Musik sei, wies er hin. Diese gelte es wieder erklingen zu lassen.
Der Leiter der Strafanstalt, Oberst Günther Mörwald meinte, dass es für viele Inhaftierten nicht leicht sei, Weihnachten ohne die Familie hinter Gittern zu ertragen. Auch wirke sich die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise bereits negativ auf die Beschäftigungslage der Inhaftierten aus, bedauerte er.