Florian war ein St. Pöltner

Der Heilige Florian, dessen Fest am 4. Mai gefeiert wird, ist nicht nur Patron der Feuerwehr. Er ist auch ein "St. Pöltner". Florian war vor über 1.700 Jahren Leiter der Kanzlei des römischen Statthalters der Provinz Ufernoricum, dem damaligen römischen Verwaltungsbezirk im Gebiet des heutigen Niederösterreich - und er lebte in Aelium Cetium, dem heutigen St. Pölten. Im Jahr 304, vor genau 1.700 Jahren, eilte er den verfolgten Christen in Enns zu Hilfe, wurde dort gefangen genommen, verurteilt und am 4. Mai in der Enns ertränkt.

Der Heimatforscher Josef Stern hat bereits kurz nach der Übersiedlung der NÖ Landesregierung angeregt, durch eine Statue des Heiligen darauf aufmerksam zu machen und zu erinnern, dass Florian einst hier gelebt und gewirkt habe. Diese Idee wurde von LAbg. Dr. Martin Michalitsch aufgegriffen und über Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll 1997 realisiert. Die Segnung der Statue vom St. Pöltner Künstler Prof. Robert Herfert nahm Weihbischof Dr. Heinrich Fasching im Februar 1997 vor. Heute steht die Statue des heiligen Florian an der Einfahrtsstraße zum Landhaus, dem Niederösterreichring, an der Mühlbachbrücke.

"Der heilige Florian steht mit seinem Eintreten für Menschen, die in Not und Bedrängnis sind für Werte, die dem Bundesland Niederösterreich auch heute wichtig sind", meint Dr. Martin Michalitsch. Die Unterstützungen des Ehrenamtes und eine ausgeprägte Sozialpolitik des Landes resultieren daraus, unterstreicht er.

6. Juni: Solidaritätsfahrt nach Lorch
Zum Gedenken daran veranstaltet die Kath. Männerbewegung mit dem Land NÖ und der Sportunion am 6. Juni 2004 eine Rad-Solidaritätsfahrt von St. Pölten nach Enns, wo um 14 Uhr ein großes "Solidaritätsfest" gemeinsam mit Oberösterreich stattfindet.
Startpunkte sind
St. Pölten, Landhaus: 8 Uhr (120 km)
Pöchlarn, Bootshaus: 10 Uhr (75 km)
Seitenstetten, Parkplatz: 11 Uhr (32 km)
St. Valentin, Hauptplatz: 13 Uhr (7 km)