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Feuerwerksproduktion verursacht Kinderleid

Bald ist es wieder soweit: Neben dem alljährlichen Sektkorkenknallen, Bleigießen und dem Verteilen von Glücksbringern darf bei den meisten Österreichern wieder eines nicht fehlen: ein schönes, buntes, lautes und meist auch teures Feuerwerk. Doch wo, durch wen und vor allem unter welchen Bedingungen die Feuerwerkskörper hergestellt werden, ist bei deren Kauf nicht ersichtlich. Um mehr Klarheit hinsichtlich darüber zu schaffen, gibt "Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Österreich" einen Einblick in die oft durch Kinderarbeit geprägte Feuerwerksproduktion.

Der größte Feuerwerksproduzent weltweit ist China, gefolgt von Indien und einigen Staaten in Mittel- und Südamerika wie Peru, Guatemala und El Salvador. Meist erfolgt die Herstellung der Feuerwerkskörper dabei unter menschenverachtenden Bedingungen. Bestimmungen, die den Umgang mit den gefährlichen und gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffen der Knaller und Raketen - wie Schwarzpulver - regeln sollen, existieren häufig nicht oder werden einfach missachtet. Was ebenso nicht an die Öffentlichkeit dringt, ist die Tatsache, dass vielfach Kinder in der Produktion arbeiten. Die Feuerwerksindustrie ist eine Industrie der Armen. Zwar gibt es einige gesetzliche Regelungen, die die Produktion sicher machen sollen, doch kontrolliert werden oft nur die Exportbetriebe. In gleicher Weise geschieht dies bei dem offiziellen Verbot der Kinderarbeit. Was dabei unter den Tisch fällt ist, dass die Exportfirmen, um mit den gnadenlos niedrigen Preisen mithalten zu können, die Feuerwerkskörper zum größten Teil in Heimarbeit fertigen lassen. Dort ist dann keine Kontrolle mehr möglich.

Zukunft für indische Kinder mit Jugend Eine Welt

Eine Alternative zur Ausbeutung von Mädchen und Buben in der Feuerwerksindustrie stellt die Unterstützung von Straßenkindern am Eisenbahnknotenpunkt Vijayawanda in Indien dar - ein Projekt von Jugend Eine Welt. Etwa 90 Prozent der Kinder sind Schulabbrecher und 10 Prozent haben gar keine schulische Ausbildung. Da ihre Familien durch wirtschaftliche und soziale Missstände zerbrechen, zieht es jährlich über tausend Kinder nach Vijayawanda. Hier leben sie dann ohne elterlichen Schutz, regelmäßige Verpflegung und medizinische Betreuung. Bereits seit 1994 kümmern sich hier die Salesianer Don Boscos um die Kinder.
Den Ablauf der Betreuung können die Kinder selbst mitbestimmen. Rund um die Uhr steht ein Anlaufzentrum zur Verfügung, wo sie Verpflegung, medizinische und psychologische Betreuung erhalten. In erster Linie wird versucht, Kontakt mit den Herkunftsfamilien aufzunehmen und idealerweise können die Kinder wieder in die Familie integriert werden. Wenn dies nicht möglich ist, stehen den Kindern verschiedene Betreuungseinrichtungen zur Verfügung.

Spendenkonto Jugend Eine Welt: PSK 92.083.767, BLZ 60.000, Kennwort: Indien

Foto: Geschätzte 100 Millionen Kinder weltweit leben auf der Straße. Auch diese müssen ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren. Immer noch 200 Millionen Kinder weltweit (Zahlen: ILO) sind, trotz existierender Gesetze, in Kinderarbeit involviert.