Festmesse für hl. Josefmaria Escriva

"Josefmaria Escriva ist eine der faszinierendsten Priestergestalten unserer Zeit", sagte Bischof DDr. Klaus beim Gedenkgottesdienst für den heiligen Josefmaria Escriva, zu dem der Bischof am Montag, dem 25. Juni in den Dom zu St. Pölten geladen hatte. Unter den zahlreichen Gläubigen auch Landtagspräsident Edmund Freibauer. Bischof Küng konnte zu diesem Gottesdienst auch Weihbischof Dr. Heinrich Fasching, Generalvikar Leopold Schagerl und Priester aus dem Domkapitel und der Diözese begrüßen.

Josefmaria Escriva habe in seinem Leben viele Mühen und Schwierigkeiten ertragen und dennoch eine unglaubliche Fruchtbarkeit empfangen, sagte der Bischof am beginn der Messe. Stets habe er sich als "schwacher Mensch, der Christus liebt", bezeichnet.

Josemaria Escriva de Balaguery Albas wurde 1902 in Spanien geboren und gründete 1928 das Opus Dei, das seit 1982 eine Personalprälatur ist und deren Mitglieder sich die Heiligung der Arbeit und die Christianisierung der Gesellschaft zum Ziel gesetzt haben. Josemaria Escriva starb 1975 in Rom und wurde im Oktober 2002 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

In der Predigt ging Bischof Klaus auf das Leben von Josefmaria Escriva ein, der das Wunder vom reichen Fischfang "wie selten jemand" selbst erlebt habe. Als junger Priester habe er ohne finanzielle Mittel begonnen, Schwerkranke zu pflegen und Kinder aus desolaten Verhältnissen und unterrichten. Die entscheidenden Erkenntnis, die er eines Tages, zurückgezogen in der Stille, bekam, war, dass alle Menschen aller Rassen und sozialer Schichten mitten in der Welt lebend Christus mit aller Konsequenz nachfolgen sollen.
Viel später, in der zweiten Hälfte der 60-erJahre, habe er bei einer Veranstaltung des Opus Dei in Rom dieses Bild, das er 1928 gesehen hatte, verwirklicht gesehen und leise vor sich hingesagt "Es ist wie ein Traum", erzählte Bischof Küng.
Escriva begann Studenten, Akademiker und Arbeiter um sich zu versammeln, um ihnen das erkannte Ideal nähert zu bringen, sagte der Bischof. Wer Gottes Wille erfüllen will, müsse zuerst seine verschiedenen Aufgaben und die eigene Pflicht wahrnehmen, müsse christlich sein und danach streben, für die andern "Salz und Licht" zu werden.

Das Werk des Opus Dei habe sich erst nach und nach entfaltet, wobei es oft zu Schwierigkeiten, Missverständnissen und Fehlinterpretationen gekommen sei, betonte Küng. Escriva wurde sogar der Häresie verdächtigt da er betonte, der Christ müsse sich in der die Welt heiligen. Das Werk Opus Dei will vielmehr seine Mitglieder dazu befähigen, in eigener Verantwortung ihre Aufgabe in allen Bereichen der Gesellschaft Welt wahrzunehmen. Die Arbeit selbst nimmt eine besondere Stellung ein. Escriva habe sie oft als "Achse des Strebens nach Vollkommenheit" bezeichnet. Es gelte dabei, die Arbeit zu heiligen und durch die Arbeit sich selbst und die anderen. Sie sei, wenn sie gut verrichtet werde, "ein Weg zur eigenen Entfaltung und zur Reifung". Zudem habe Josefmaria immer betont, so Bischof Küng, dass sein Weg im Wesentlichen ein Weg des Gebetes sei.
Zum Schluss wies der Bischof hin, dass das Opus Die nicht der Einzige Weg sei, sondern Christus sei der Weg und verbunden mit ihm gebe es viele Wege. Er drückte seinen Wunsch aus, dass es in der Diözese viele Menschen ermutigt werden, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen und verbunden mit Christus ihre Aufgaben wahrnehmen sollen.

Predigt im Wortlaut

Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich Bischofssekretär Dr. Bernhard Augustin im Namen des Regionalvikars des Opus Die in Österreich, Dr. Martin Schlag für diesen festlichen Gottesdienst.