Festmesse 50 Jahre Priesterweihe

Weihbischof Dr. Heinrich Fasching, der bischöfliche Referent für Kirchenmusik Prl. Dr. Walter Graf und der langjährige ehemalige Dompfarrer Prl. Johannes Oppolzer, die über Jahrzehnte hinweg mit der Domkirche in besonderer Weise verbunden waren, feierten am Sonntag, den 27. Juni in einer hl. Messe ihr 50-jähriges Priesterjubiläum. Der Domchor und das Domorchester unter Leitung von Domkapellmeister Otto Kargl brachten die Messe in C von Franz Schubert. An der Orgel Domorganist Franz Danksagmüller.

Zahlreiche Gläubige aus den Pfarren St. Pöltens haben sich zu diesem Anlass im Dom eingefunden. Der Spiritual des Propädeutikums in Horn, Dr. Anton Leichtfried ging in seiner Predigt auf den priesterlichen Dienst heute ein. "Aus Begeisterung wird Treue" - mit diesen Worten beschrieb er die 50 Jahre priesterlichen Wirkens der Jubilare. Jedes Leben bringe Spannungen mit sich, sagte er und charakterisierte das Wirken der Jubilare an einem Beispiel König Salomons aus dem Alten Testament. Dieser habe gebeten, "Herr, gib mir ein hörendes Herz". Diese Gabe, aktiv und passiv zugleich - hörend und verstehend für die Menschen und Gott da zu sein, zeichne auch die Jubilare aus. Und er schloss mit der Bitte, dass Gott jedem ein "hörendes Herz" gebe, um so Gott und den Menschen nahe zu sein.

In den Dankesworten am Ende der Messe wies Dompfarrer Mag. Wolfgang Reisenhofer auf die Verdienste der Jubilare für Kirche, Diözese, Domkirche und Dompfarre hin. Prl. Walter Graf habe über 30 Jahre lang als Domkapellmeister das Liedgut erneuert, die Dommusik durch die Gründung des Jugendensembles verjüngt und das Konservatorium für Kirchenmusik sowie das "Festival musica sacra" initiiert und aufgebaut.
Prl. Johannes Oppolzer habe in den 20 Jahren als Dompfarrer alle Gläubigen besucht, das Zweite Vatikanische Konzil für die Pfarre umgesetzt und versucht, aus der "versorgten Pfarre eine mitsorgende Gemeinde" zu bilden.
Niemand kenne die Domkirche so gut wie Weihbischof Dr. Heinrich Fasching, der bereits als Baudirektor im Dom "seine Spuren hinterlassen hat", sagte Reisenhofer. Er habe viele Schriften über den Dom verfasst und auch als Generalvikar, Dompropst und Weihbischof die Geschicke der Diözese, des Domes und der Dompfarre wesentlich mitgetragen.