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Eucharistie feiern braucht Gemeinschaft

Es ist schwierig, Kinder und Jugendliche im Gottesdienst anzusprechen und ihnen das zu vermitteln, was die Eucharistiefeier als "Quelle und Höhepunkt" des christlichen Glaubens ausmacht. In einem Studientag versuchten am Samstag, dem 5. November, verschiedene Einrichtungen und Organisationen in der Diözese St. Pölten, dieser Frage nachzugehen und sie auch in 15 Arbeitskreisen zu behandeln. Der Charakter des Mahles, wie er in jeder Eucharistiefeier zum Tragen komme, sei nicht der wesentlichste Teil, erklärte der Pastoraltheologe Dr. Gerhard Reitzinger vor den rund 200 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Verständnis der Eucharistie gehe weit tiefer, es liege in ihrem Gemeinschaftscharakter, im Verständnis der Gemeinschaft, der "Communio", sagte Reitzinger. Er sprach sich dabei gegen eine "Individualisierung und Privatisierung" der Eucharistie aus und betonte die Gemeinschaft der Kirche, die in der Eucharistiefeier zum Tragen kommen müsse. Dies habe auch das Zweite Vatikanische Konzil wieder hervorgehoben, sagte er. Es habe das Volk Gottes als Subjekt verstanden und die aktive Teilnahme der Gläubigen hervorgehoben. Dieser Charakter der Gemeinschaft in der Eucharistie reiche auch weit über die liturgische Feier hinaus. Es betreffe auch den Alltag, denn man könne nicht "das Brot in der Eucharistie miteinander teilen, ohne nicht auch das Brot mit den Ärmsten der Gesellschaft zu teilen".


In der folgenden Diskussion kamen vor allem jene Begriffe und Ausdrücke in der Liturgie zur Sprache, die für viele Menschen heute nicht mehr oder nur mehr schwer zu verstehen sind. Es wurde auch der Wunsch angesprochen, dass bei allen Gottesdiensten Elemente für Kinder und Jugendliche vorhanden sein sollen und nicht nur bei speziellen Familiengottesdiensten.


In den Arbeitskreisen befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Nachmittag unter anderem mit kindgemäßen Formen der Erstkommunion, der Ess-, Tisch- und Feierkultur, den Schulgottesdiensten, speziellen Liedern für die Eucharistiefeier, aber auch mit den Schwierigkeiten und Missverständnissen, die bei einer Eucharistiefeier auftreten und mit den vielfältigen Aufgaben, die Ministranten beim Gottesdienst wahrzunehmen haben.