Es ist eine Einheit, die stark macht!

Die Wichtigkeit der Einheit mit Christus, sowie auch der Einheit derer, die mit ihm verbunden sind, sprach Diözesanbischof Klaus Küng in seiner Predigt zur Chrisammesse im St. Pöltner Dom an: "All jene, die sich mit Christus wirklich verbinden, und versuchen, entsprechend zu leben und zu wirken, die müssen auch miteinander eins sein!" Auch eine Gruppe von Jugendlichen, die sich auf die Firmung vorbereiten, wohnte dem Gottesdienst in der St. Pöltner Domkirche bei. In der Chrisammesse, die am Mittwoch der Karwoche gefeiert wird, weiht der Bischof die Heiligen Öle, die in der ganzen Diözese zur Spendung der Sakramente verwendet werden. Außerdem erneuern die Priester ihr Treueversprechen, das sie beim Empfang der ihrer Weihe abgelegt haben.

In seiner Predigt unterstrich Bischof Küng die Notwendigkeit der Einheit mit Christus: "...eine Einheit mit diesem Kreuz, eine Einheit mit dem Erlöser, eine Einheit mit dem, der auferstanden ist, dessen Hände und Füße und dessen Seite gekennzeichnet sind durch die Wundmale, der Leben bringt".
Gleichzeitig gehöre dazu die Einheit untereinander: "...alle jene, die mit Christus sich wirklich verbinden, und versuchen, entsprechend zu leben und zu wirken, die müssen auch miteinender eins sein. - Es ist eine Einheit, die stark macht. Dabei kommt es vielleicht gar nicht so sehr auf die Zahl an. Wenn diese Einheit da ist, dann ist Christus da."

"Chancen für ein fruchtbares Wirken
nicht schlecht"

Die Chancen für ein fruchtbares Wirken stünden heute nicht schlecht, so der Bischof: "Wenn wir persönlich und gemeinsam um diese Einheit mit Christus und um die Einheit untereinander bemüht sind, dann dürfen wir davon überzeugt sein, dass sehr vieles im Sinne einer echten Neuevangelisierung der Gesellschaft erreicht werden kann, dass sich das Licht von neuem ausbreitet, ansteckt, in Brand setzt..."

Vieles könne sich verändern, auch in einem kleineren Umfeld, sagte der Bischof. Dabei sei es "notwendig, für uns alle, Talente zu suchen, Talente zu wecken, den Heiligen Geist zu bitten, damit wir es erkennen - und damit es dort aufgeht - ohne das eigene Talent zu vergraben, das wir empfangen haben." Denn jeder Mensch hab Möglichkeiten, wirksam zu werden, wenn er die Verbundenheit mit Christus sucht.

"Sakrament der Versöhnung Voraussetzung"

Bischof Küng wandte sich an Priester, Diakone, Jung und Alt, "zu Christus zu gehen, um konkret das Sakrament der Versöhnung zu empfangen - mit diesem Verlangen eben nach Verbundenheit mit ihm, mit diesem Verlangen nach Reinigung, nach Heilung." Denn der Friede des Herzens wäre die Grundvoraussetzung dafür, fähig zu sein, die Welt "in Brand zu stecken".

Priester, Bischof und Diakone wären besonders angesprochen, liebevoll, aber auch mutig, direkt und aufrichtig den Menschen die Wahrheit zu verkünden, "und zwar die ganze Wahrheit: alle Gebote Gottes, ohne irgendeines auszulassen, auch wenn diese Wahrheit manchmal aneckt, sagte der Bischof.

Die Predigt im Wortlaut