Erste diözesane Kinderwallfahrt nach Fatima

Die erste "Kinderwallfahrt" nach Fatima plant der in Dross, der einzigen "Fatima-Pfarre" der Diözese beheimatete Verein "FATIMA-APOSTOLAT-Pilgerreisen" vom 8. bis 11. Juni 2007. Dies gab der Obmann des Vereins, HR OStR Konrad Panstingl bei einem Pressegespräch in St. Pölten bekannt. Großes Interesse ist bereits vorhanden, erklärte Obmann OStR Panstingl. Für 100 Personen hat er bereits Plätze reserviert. Für vier Kinder ist jeweils eine Betreuungsperson vorgesehen.

Mit dieser Wallfahrt möchte Panstingl an die in Portugal jährlich im Juni stattfindende Kinderwallfahrt anknüpfen, zu der "tausende Buben und Mädchen, vom Kindergartenalter bis zum Ende der Pflichtschule" teilnehmen. Gerade für Kinder im Erstkommunionalter sei dies eine zusätzliche Vertiefung, bei der sie "mit Begeisterung" dabei sind. Kinder unserer Zeit brauchen wieder echte Vorbilder, wies er hin. Diese Vorbilder könnten sie in den Seherkindern von Fatima finden. Denn es bestehe heute die Gefahr, dass viele Kinder zu sehr am Materiellen hängen. Gerade im Herzen der Fatimakinder, die arm waren, sei die tiefere Freude an anderen Werten spürbar gewesen.
Panstingl erinnerte daran, dass es in der Fatimapfarre Dross schon zwei Kinderwallfahrten gegeben hat. Im Februar dieses Jahres wurde ein Aufsatzwettbewerb zum Thema "Was wir von den seligen Fatimakindern für ein glückliches Leben lernen können" ausgeschrieben, an dem 70 Kinder teilgenommen haben. Dabei habe sich gezeigt, dass viele Kinder bereits erkannt haben, dass nicht nur der Konsum glücklich mache, sondern auch andere Werte im Leben wichtig seien.

Fatima - ein Aufruf zu Besinnung und Umkehr Bischof DDr. Klaus Küng unterstrich die Bedeutung der Botschaft von Fatima für unsere heutige Zeit. Diese Botschaft sei ein Aufruf an die Menschen, in sich zu gehen und in der Hektik und Betriebsamkeit Besinnung und Umkehr zu suchen. "Wir müssen immer wieder überlegen, ob wir uns in die richtige Richtung bewegen", sagte der Bischof. Fatima fordere zu einer echten Neugestaltung des Lebens auf. Auch der heutige Trend zu Pilgerreisen zeige, dass es letztlich eine Sehnsucht nach dem Wesentlichen im Leben gebe. Wallfahrtsorte seien dafür Orte der Hoffnung, so Bischof Küng.

Überpfarrliches Angebot für Wallfahrten Der Verein FATIMA-APOSTOLAT-Pilgerreisen versteht sich als überpfarrliches Angebot für Wallfahrten, wies der geistliche Assistent Mag. P. Pirmin Mayer hin. "Katholiken, die über das Leben der Pfarrgemeinde hinaus die Botschaft von Fatima als pilgernde Gläubige erleben wollen, finden bei uns eine Heimat", sagte er. Der Verein pflege kein "Sonderglaubensgut", sondern möchte den Gläubigen die Weite des katholischen Glaubens und des Wallfahrtswesens erschließen.

Neben der Kinderwallfahrt nach Fatima wird der Verein im kommenden Jahr eine Wallfahrt zum Hl. P. Pio nach Italien sowie eine Pilgerreise nach Irland anbieten. Der Verein hat seit seiner Konstituierung in den vergangenen vier Jahren bereits 16 Pilgerfahrten nach Fatima durchgeführt.
Weitere Initiativen für das kommende Jahr sind die Errichtung einer Kapelle für sie seligen Seherkinder von Fatima sowie eine Neuaufführung des Fatimaspiels von Prof. Josef Filsmaier, das neu überarbeitet wurde. Dieses Stück unter der Regie von Dir. Leonhard Schmid soll in der kommenden Fastenzeit im Schloss Dross mit 35 Laienschauspielern aufgeführt werden.

Auch die kommende Diözesanwallfahrt des Pastoralamtes St. Pölten wird vom 7. bis 14. Mai 2007 nach Kastilien und Fatima führen. Der Abschlussgottesdienst in Fatima ist mit Bischof DDr. Klaus Küng geplant.