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"Er schenkte äußere und innere Heilung"

"Erstaunlich ist das Leben dieses Kräuterpfarrers, erstaunlich auch seine Wirkung und Ausstrahlung", würdigte der St. Pöltner Diözesanbischof DDr. Klaus Küng den 2004 verstorbenen Hermann-Josef Weidinger bei einem Gottesdienst im Wiener Stephansdom am 12. Jänner anlässlich des 90. Geburtstages des Kräuterpfarrers. Weidinger habe den Menschen, die bei ihm Rat und Hilfe suchten, "äußere und innere Heilung" geschenkt, so Küng. Im Wahrnehmen des Sterns von Bethlehem, "der über seinem Leben leuchtete", seien auch wir berufen, "den Weg zur wahren, zur bleibenden Gesundheit" zu finden.

Bischof Küng feierte die Gedenkmesse gemeinsam mit dem Grazer Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari, einem "alten, guten Weggefährten" des Kräuterpfarrers, dem Abt von Stift Schlägl, Mag. Martin Josef Felhofer, und Abt Mag. Michael Karl Prohazka vom Pärmonstratenser-Chorherrenstift Geras im Waldviertel, dem Weidinger nach einer Zeit als Missionar in China angehörte.

Kräuterpfarrer Weidinger sei "für viele Menschen zum geistlichen Vater geworden" betonte Prälat Proházka bei einem anschließenden Festakt im Raiffeisen-Forum in Wien. So habe er eine uralte christliche Mönchstradition in die heutige Welt gebracht und gelebt. Proházka: "Wir sind sehr dankbar, dass wir ihn haben durften, dass wir ihn immer noch bei uns haben."
Auch Dieter Dorner vom ORF Steiermark, der den Kräuterpfarrer in den Medien bekannt gemacht hatte, erinnerte daran, dass Weidinger "durch seine Worte immer auch ein Heiler für die Seele war". So habe er auch kirchenferne Menschen "immer ein Stück näher an ihr Heil gebracht", so Dorner.
Weidingers Rolle als "Botschafter für die Nachhaltigkeit" hob der niederösterreichische Umweltlandesrat Dipl. Ing. Josef Plank hervor. Weidingers ganzheitliches Denken sei "etwas, das wir heute ganz besonders dringend brauchen."