Engelsoratorium von Franz X. Frenzel erspielte € 2550.- für Altenburger Engel

Das am 9. 7. im Stift Reichersberg uraufgeführte Werk "De sanctis Angelis" des "einzig lebenden Barockkomponisten" Friedemann Katt alias Franz Xaver Frenzel wurde am 13.10. in Linz und am 17.10. in der Stiftskirche von Altenburg bei Horn wiederholt. Die Kulturabteilungen der Länder Nieder- und Oberösterreich ermöglichten eine ganz besonders "engelgleiche" Aufführung im Waldviertler Benediktinerstift. Angelegt ist das Werk in drei großen Bildern - "wie ein geöffneter Flügelaltar", so Katt-Frenzel. Es erzählt vom spirituellen Wirken der Engel, von ihrer Entstehung und vom Engelskampf, von heilsgeschichtlichen Erscheinungen und der Apokalypse. All diese Szenen sind auch in der Hauptkuppel der Altenburger Stiftskirche aus der Hand Paul Trogers aus dem Jahr 1733 zu sehen! Die Position des "aufgeklärten" Menschen kommt durch Chöre nach Texten aus R. M. Rilkes "Duineser Elegien" ins Spiel. Die Musik soll die Zuhörer "durch Gewohntes erfreuen, durch Neues überraschen, aber nicht verstören." Selbst Musical- und Gospel-Anklänge finden Platz im opulenten Oratorium, das hochromantisch beginnt und mit einem mächtigen Halleluja ausklingt.


Das Oratorium ist für großen Chor, fünf Gesangssolisten, 11 Bläser, Kontrabass, Schlagwerk, Orgel und Synthesizer konzipiert, am Dirigentenpult stand bei allen Aufführungen der Landesmusikdirektor von Oberösterreich Walter Rescheneder. Die Erzengel Michael, Gabriel, Raphael und Luzifer und Uriel wurden meisterhaft von den Solisten Stefan Berghammer, Christa Schmid, Michaela Riener, Martin Kiener und Manfred Mitterbauer gesungen.
Sowohl das Land NÖ und das Land OÖ subventionierten die Aufführung in Altenburg.


Der Reingewinn von € 2550.- kommt der Sanierung der Sandstein-Engel an den Giebeln des Stiftes zugute. Seit 1 Woche sind die Gerüste aus den Höfen des Stiftes Altenburg verschwunden - die Engel im Prälatenhof und an der Apsis der Stiftskirche leuchten nun wieder in frischem Weiß in die Landschaft. 20 "Engel" aus Zogelsdorfer Sandstein konnten heuer gerettet werden, mit der Neueindeckung des Kirchendaches wurden die 445 gemalten Engel von Paul Troger geschützt. In der Bauperiode des Jahres 2004 wurden € 630.000 in die Sanierung des "Barockjuwels im Waldviertel" mit seinen 106 Aussenengel investiert.


Die Sonderausstellung "Vor dem Angesicht der Engel" ist noch bis 1.11. 2004 täglich von 10.00 - 17.00 geöffnet.
Infos: Stift Altenburg: 02982/3451-14;


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