Eine Reise zu unserem eigenen Anfang

Aktion Leben zeigt die erfolgreiche Wanderausstellung „Leben erleben – dem Anfang auf der Spur“ in St. Pölten. Die multimedial aufbereitete Ausstellung lässt das Wunder des Lebens von seinen Anfängen an erfahren. In sechs „Erlebnisinseln“ – von der Befruchtung bis zum Ende der Schwangerschaft – können sich die Besucherinnen und Besucher in die vorgeburtliche Lebenswelt einfühlen. Die Ausstellung im Foyer des Musikkonservatoriums St. Pölten in der Klostergasse 10 ist bis Ende November geöffnet.
Zum „Eintauchen in die wunderbare Welt vor der Geburt“ lud Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der Aktion Leben Österreich, bei der Eröffnung der Ausstellung ein, die „eine Reise auch zu unserem eigenen Anfang“ ist. Zur Philosophie der Aktion Leben gehöre es, den Menschen und das Leben als Wunder zu betrachten, betonte Kronthaler. In der aktuellen Ausstellung werde wissenschaftliches Material „anschaulich verpackt“, um für die Anfänge des Lebens und die Situation schwangerer Frauen Verständnis zu schaffen.

„Die Einstellung zum pränatalen Leben kann man nicht verordnen, sondern muss man aufbauen“, sagte Landtagsabgeordneter Dr. Martin Michalitsch. Das Land Niederösterreich stehe hinter den Anliegen der Ausstellung und unterstütze sie deswegen auch. Die Erlebniswelt rege an zum „Nachdenken über das Wunderbare des Lebens“, meinte Dompfarrer Norbert Burmettler. Alle Menschen, auch die noch Ungeborenen, seien „Mitarbeiter an der Schöpfung Gottes“. So sei die Ausstellung ein wichtiger Beitrag, die „Lebenskultur“ zu fördern.

Ziel der Erlebniswelt ist es, das Wunder der Entstehung menschlichen Lebens und die vorgeburtliche Entwicklung möglichst vielen Menschen, vor allem Schulklassen, nahe zu bringen. Es werde deutlich, so Kronthaler, dass der embryonale Mensch von Anfang an ein sensibles und kommunizierendes Wesen mit faszinierenden Fähigkeiten ist: „Der Embryo ist von Anfang an ein Ganzes.“ Es gebe keine „Zäsur“, ab der man erst von einem Menschen sprechen könne, unterstrich Kronthaler. Der Mensch entwickle sich von der Verschmelzung von Samen- und Eizelle an: „Dieser Prozess der Entfaltung dauert bis in das Alter, bis zum Tod.“

Die Ausstellung lädt die Besucher zu aktiven Beteiligung mit allen Sinnen ein. Das Publikum kann die Ausstellungsorte und Exponate entdecken, ausprobieren und anfassen. So kann sich jeder in die vorgeburtliche Lebenswelt versetzen. Durch einen dicken, weichen Vorhang betritt man eine andere Welt. Leise Geräusche, Klänge und Musik entführen in den Kosmos vor der Geburt. Rötliches, weiches Licht begleitet durch die anschaulich dargestellte Entwicklung des Fötus.
Die größten Attraktionen der Ausstellung sind das Gebärmutter-Zelt, das Erinnerungen an unsere erste Behausung wach werden lässt und der „Schwangeren-Parcours“, bei dem Besucherinnen und Besucher selbst testen können wie es ist, mit einem „9-Monat-Bauch“ die Schuhe zu binden. Puzzle und Computerstationen, Ratespiele und Filme sorgen zusätzlich für ein kurzweiliges Programm.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9 - 13 Uhr und 14 - 16 Uhr, Freitag 9 - 14 Uhr, Sonntag 10 – 13 Uhr.