"Eine gelungene Mischung aus Gebet, Gottesdienst, Musik, Gespräch, Begegnung

Positive Eindrücke hatte Bischof DDr. Klaus Küng bei den Gesprächen mit Jugendlichen in Mariazell gewonnen. "Die Jugendlichen haben gut mitgemacht, aufrichtige Fragen gestellt und waren sehr offen", sagte der Bischof, der den Workshop "Beziehung, Liebe und Hingabe und Entscheidung zur Ehe" leitete. Auch Weihbischof Dr. Anton Leichtfried kam mit positiven Eindrücken von der Jugendwallfahrt nach Hause: "Diese Jugendwallfahrt war eine gelungene Mischung von Gebet, Gottesdienst, Musik, Gespräch und Begegnung”. "Jugendwallfahrt sehr positv erlebt"

Der Workshop über "Beziehung, Liebe und Hingabe und Entscheidung zur Ehe" sei für ihn eine sehr positive Erfahrung gewesen, sagte der Bischof. Die Jugendlichen seien dabei - vor allem auch in der Diskussion - sehr offen gewesen. Er glaube, dass ein solcher Event wie in Mariazell "eine Chance für die Jugendlichen darstellt, Zugang zur Kirche zu finden". Solche Treffen sollten in regelmäßigen Abständen zustande kommen", meinte der Bischof.

Katechese über Liebe und Ehe

In seiner Katechese ist Bischof DDr. Klaus Küng sehr schnell mit Jugendlichen über die Voraussetzungen für eine "dauerhafte, allmählich wachsende, größer und tiefer werdende Liebe" ins Gespräch gekommen. Die Liebe sei, so der Bischof, "die angeborene und grundlegende Berufung des Menschen". So sei auch das Ziel des Lebens eine "endgültige, ganz erfüllende, selig machende Liebe". So spielen für eine gegenseitige bereichernde Liebe wichtige Voraussetzungen eine bedeutende Rolle wie etwa gemeinsame Wertvorstellungen, Stabilität des Charakters, Bereitschaft zu Opfer und Hingabe und auch die Bereitschaft, sich "füreinander endgültig zu entscheiden", so der Bischof.
Das Eingehen einer Bindung vor der Öffentlichkeit sei nicht nur eine Formalität, unterstrich Bischof Küng. Vielmehr sei es ein wichtiger Ausdruck der Liebe und Hingabe. So sei auch das Ehesakrament nicht nur die Hochzeit, sondern die Grundlage eines Weges, auf dem man in Vertrauen auf die Hilfe Gottes gemeinsam, auch mit den Kindern, wachsen und reifen könne.

Beten und still werden

Weihbischof Dr. Anton Leichtfried war bereits einen Tag lang mit Jugendlichen aus St. Pölten und Vorarlberg unterwegs. "Eine Fußwallfahrt eignet sich besonders gut zum Beten, um still zu werden”, sagte er. Besonders habe er diesmal "auf jugendliche Art” gesprürt, dass Mariazell ein internationaler Wallfahrtsort sei. Diese Wallfahrt sei eine "gelungene Mischung von Gebet, Gottesdienst, Musik, Gespräch und Begegnung” gewesen, eine "Bestärkung im Glauben, die besondern den Jugendlichen entspricht und eine herzliche, fröhliche und entspannte Stimmung, die sich auch auf die Erwachsenen übertragen hat”.

Katechse über Ehelosigkeit

Schon am ersten Tag hatte Weihbischof Dr. Anton Leichtfried mit Jugendlichen über die "Ehelosigkeit um Gottes Willen" diskutiert. Ehelos leben sein sei nicht ein schwieriges Unterfangen, wies er hin. Es sei vielmehr ein Geschenk von Gott her. Die Entscheidung zur Ehelosigkeit sei aber auch eine Herausforderung, die immer wieder neu lebendig und spannend gehalten werden müsse, sagte er. Für ihn selbst sei die Ehelosigkeit in Zusammenhang mit anderen evangelischen Räten wie Armut und Gehorsam ein Zeichen, dass sich der Mensch nicht auf Dauer in dieser Welt einrichten könne. Es gebe eine Sehnsucht im Menschen, die weitaus größer als alles auf Erden sei, betonte der Weihbischof in seinen Ausführungen. Jeder der nach dem Willen Gottes ehelos lebe, müsse auch seinen Lebensstil danach einrichten, um auch glaubwürdig zu sein. Dennoch bedeute zölibatäres Leben nicht, in Isolation oder beziehungslos zu leben.