Eine Dekade für Frieden und der Gewaltfreiheit

Die Friedensaktivistin Dr. Hildegard Goss-Mayr trat beim Sozialstammtisch der Betriebsseelsorge und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) St. Pölten für eine "Dekade der Kultur des Friedens und Gewaltfreiheit für die Kinder dieser Welt" ein, wie sie auf Initiative der Friedensnobelpreisträger von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurde. Goss-Mayr informierte dabei über die zahlreiche Aktivitäten zur Einübung von Methoden der gewaltfreien Konfliktlösung in österreichischen Schulen. "Gewaltfreiheit ist heute keine Utopie mehr, sondern eine Erfahrung von vielen Menschen weltweit", sagte sie. Goss-Mayr hat auch die gewaltfreien Aufstände, mit denen die Diktaturen auf den Philippinnen und in Madagaskar überwunden wurden, unterstützt.

Eine Schweizer Initiative habe im vergangenen Jahr 1.000 "Friedensfrauen" für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen und gezeigt, wie vielfältig das Engagement in allen Ländern sei, sagte Goss-Mayr. Der Ökumenische Rat der Kirchen habe ebenso wie die UNO das erste Jahrzehnt dieses Jahrtausends zur "Dekade zur Überwindung der Welt" ausgerufen. Die Weltsozialforumsbewegung, die Forderung nach einer Devisenumsatzsteuer und die zunehmende Kritik an der neoliberalen Wirtschaftsordnung bezeichnete die Friedensaktivistin als weitere Beispiele für den weltweiten Einsatz für eine gerechtere und friedlichere Welt.

In ergreifenden Worten erzählte sie auch von ihrem langjährigen Einsatz für Gerechtigkeit in Lateinamerika, in Afrika und auf den Philippinen, wo sie in der Vorbereitung des gewaltlosen und erfolgreichen Volksaufstandes gegen den damaligen Diktator Marcos aktiv war.