Ein Auto für Albanien

„Ich denke, dieses Auto kann noch jemand gut brauchen“, sagte sich Pfarrer GR Josef Hahn aus Göstling und überreichte die Schüssel und Fahrzeugpapiere seines Allradfahrzeuges, eines Golf Kombi, dem Albanienexperten der Caritas Mag. Alfred Kasess in den Einsatz im Kinderzentrum „Eden“ in Tirana. „Es ist ein Auto mit großem Kofferraum, der euch noch gute Dienste leisten wird“, meinte er. Caritasmitarbeiter Alfred Kasess wird das Fahrzeug noch Ende Oktober in sein Einsatzgebiet nach Albanien bringen, wo es im Straßenkinderzentrum Eden, einem Projekt der Caritas in Tirana, eingesetzt wird. Es dient für Besorgungen, denn im Zentrum werden über 70 Kinder – Straßenkinder und Roma – täglich mit Mittagessen versorgt. Manchmal muss man auch in die nördliche Bergregionen fahren, um fehlende Dokumente für die Kinder, die für den Schulbesuch notwendig sind, zu besorgen. „Da ist Allrad besonders wichtig“, meint Kasess.
Mit 120.000 Kilometer, Baujahr 2001, Allrad, Erstbesitz und unfallfrei hat das Fahrzeug in Albanien noch eine lange Zukunft vor sich. Die Firma Rottner unter Geschäftsführer Ernst Hauss und Mitarbeiter Martin Seitzberger hat es noch einmal gründlich durchgecheckt und alle notwendigen Erneuerungen vorgenommen. Nun ist es fit für einen langjährigen Einsatz in Tirana, bestätigen beide.

Sieben Jahre hat der Wagen des Göstlinger Pfarrers seinen Dienst versehen. „Ich habe mir nun ein kleineres Auto gekauft“, schildert Pfarrer Hahn – ein bisschen mit Wehmut, denn „dieses Fahrzeug hat mich nie in Stich gelassen“. Er sei immer nur „mittlere bis weite Wegstrecken gefahren“, betont er. Die weiteste Reise habe ihn bis nach Lemberg in die Ukraine geführt. Nun freut er sich darauf, dass sein Fahrzeug dem Caritasprojekt für Kinder in Albanien noch viele Jahre gute Dienste leisten kann.

„Derzeit bringen zwei Kleinbusse des Zentrums die Kinder von Zuhause zur Schule und danach in das Zentrum, wo sie Hausaufgaben machen, lernen und spielen können“, schildert Kasess. Ohne die Busse hätten die Kinder kaum Chance auf eine Ausbildung. Das neue Fahrzeug ist eine notwendige Ergänzung. „Bisher mussten viele dieser Tätigkeiten mit Taxis oder einem kleinen Privatwagen einer Mitarbeiterin durchgeführt werden“, erzählt er. Und manche Wege in den Norden des Landes waren kaum möglich.