Donauwallfahrt nach Maria Taferl

Bei der Donauwallfahrt nach Maria Taferl lud Diözesanbischof Klaus Küng am Sonntag die Gläubigen ein, die Renovierung der Basilika symbolhaft als "Hinweis" zu verstehen: Auch in der Kirche und in unseren Herzen wäre Erneuerung erforderlich.
Die Wallfahrt führte mit dem Schiff von Melk nach Marbach. Nach einer Schiffssegnung pilgerten die Wallfahrer zu Fuß mit Bischof Küng, LH Erwin Pröll und dem Vorsitzenden des Vereins zur Renovierung von Maria Taferl, Raiffeisen-Generaldirektor Erwin Hameseder, zur Basilika.


"Jesus mit ins Boot nehmen"


In Marbach segnete Bischof Klaus Küng die ms austria princess der Firma Brandner, die das Schiff für die Fahrt von Melk kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, sowie einige Segel- und Ruderboote. In einer Zeit, wo technisch so vieles möglich wäre, dürfe man nicht vergessen, dass wir trotzdem Gottes Segen bedürfen, sozusagen "Jesus mit ins Boot nehmen", sagte der Bischof.


Zahlreiche Gläubige machten sich anschließend mit auf den Weg zur Basilika, wo der Diözesanbischof die Hl. Messe zelebrierte. In seiner Predigt verglich Küng das Leben mit einer Pilgerschaft: "Es geht immer wieder darum, einen Weg zu finden im Leben. Manchmal gibt es Dinge, die einem stark zusetzen. Es kommt vor, dass uns ein Fehler unterläuft, wo wir sagen, wie konnte das geschehen", so der Bischof. "Wenn man dann einen Weg findet kehrt von neuem die Freude ein, oder es erwacht Mut und Zuversicht."


Von Maria Taferl fühlten sich viele angezogen, weil Maria hier als Schmerzensmutter dargestellt wäre, sagte Küng. - "Maria weist mit ihrem ganzen Leben auf Jesus hin. Wer den Blick auf sie richtet, entdeckt den Sohn. Mit unseren Leiden, Sorgen, Kummer erfahren wir, dass wir nicht allein sind. Selbst wenn etwas völlig schief gelaufen sei, gäbe es vor Gott immer eine Lösung."


Bischof Küng zeigte sich erfreut, dass die Basilika Maria Taferl renoviert wird. Das wäre "auch symbolhaft zu verstehen, wie ein Hinweis". Denn auch in unseren Herzen wäre Erneuerung erforderlich, bräuchten wir "diese Sonne der Gnade Gottes", spielte der Bischof auf den prächtige Sonntagswetter an, das die Wallfahrer begleitet hatte.


Es gehe um das "Bewusstsein, dass wir unterwegs sind und der Herr uns begleitet." - "Ich hoffe, dass wir alle, die wir da sind, viele andere anstecken, sagte Küng, auf dass auch "die Kirche erneuert" werde, "junge Menschen ja sagen zueinander sagen, und auch Kinder bekommen…sodass wir verbunden mit Jesus auf dem Pilgerweg unterwegs sind". "Sehen wir das als Aufgabe, erkennen wir den Ruf, damit Christus den Menschen gebracht wird, der zum Vater führt,…, Jesus, der unsere Herzen zum Schlagen bringt", schloss der Bischof.


Zweite Donauwallfahrt im Mai 2006


Nach dem Gottesdienst kündigte Raiffeisen-Generaldirektor Erwin Hameseder, Vorsitzender des Vereins zur Renovierung der Basilika bei der Agape für Mai kommenden Jahres die zweite "Donauwallfahrt" an. LH Erwin Pröll appellierte an die Spendenbereitschaft seiner Landsleute: "Je hektischer unsere Zeit, umso notwendiger ist es, solche Oasen zu finden." Es wäre nun notwendig "durch unser Tun" diesen Gnadenort, an dem die Gottesmutter Maria schon so vielen Menschen geholfen hat, für die nächsten Generationen zu erhalten.


Bei der Raiffeisen-Landesbank Niederösterreich-Wien ist ein Spendenkonto für die Sanierung der Basilika eingerichtet worden (Kto. 232 000 232 00, BLZ 32000).


Maria Taferl