Don Bosco-Fest 2008

Mit zahlreichen Festveranstaltungen feiert die Don Bosco-Familie in den kommenden Tagen den Gedenktag ihres Ordensgründers: Vor 120 Jahren starb am 31. Jänner 1888 in Turin der Patron der Jugend Don Giovanni Bosco. Die Don Bosco-Pfarre "Herz Jesu" in Amstetten feiert traditionell am 27. Jänner 2008. Ehrengast und Festprediger ist Weihbischof Dr. Anton Leichtfried.

Seit mehr als 100 Jahren engagieren sich die Salesianer Don Boscos und ihre MitarbeiterInnen in Österreich besonders für benachteiligte Jugendliche. In Amstetten arbeiten die Salesianer seit 1925. Besonderes wichtig ist den Salesianern das Angebot für Kinder und Jugendliche: von Eltern-Kind-Gruppen über sportliche Aktivitäten bis zur Jugendgebetsrunde. Ein Schwerpunkt ist die Begleitung von jungen Menschen im Don Bosco-Heim. Der Orden betreut auch die nahe gelegene Pfarre Winklarn, ein Mitbruder wirkt in Waidhofen/Ybbs.

Weltweit setzen sich rund 16.400 Salesianer Don Boscos und 15.000 Don Bosco-Schwestern im Sinne ihres Gründers für Kinder und Jugendliche am Rande der Gesellschaft ein. In 131 Ländern gibt es rund 2.000 Jugendzentren, 4.186 Schulen, Ausbildungszentren und Universitäten. In mehr als 3.000 Pfarren und Kirchen wirken Salesianer und Don Bosco-Schwestern in der Seelsorge.

Don Bosco: Priester, Jugendapostel und Sozialpionier

Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin als Kind einer armen, tief religiösen Familie geboren. Nach dem frühen Tod des Vaters arbeitet er bereits in jungen Jahren, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Schon als Kind begeisterte er mit seiner Fröhlichkeit und seinen Kunststücken als Zauberer und Akrobat seine Freunde.
Trotz finanzieller Schwierigkeiten absolviert er sein Studium und empfängt 1841 die Priesterweihe. Don Bosco begegnet in der Großstadt Turin jungen Menschen, die voller Hoffnung vom Land in die Stadt geströmt sind, dann aber arbeitslos und sozial entwurzelt nur schwer ihr Leben meistern. Don Bosco holt die Jugendlichen von der Straße weg und nimmt sie in seinem "Oratorium", einem offenen Jugendzentrum, auf. Für die Erziehung seiner Jugendlichen betrachtet er vier Elemente als wesentlich: Familie, Freizeit, Schule und Kirche. Der ihm zugedachte Spruch "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für ihn und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung der Freude und der Lebensbejahung wider.
Don Bosco bildet Mitarbeiter aus und gründet eine religiöse Gemeinschaft, die er Salesianer nennt. Am 31. Jänner 1888 stirbt Johannes Bosco. Er wird am 1. April 1934 heilig gesprochen und als Schutzpatron der Jugend verehrt.

Foto: Pfarrer P. Hermann Sandberger SDB mit Jugendlichen im Don Bosco-Heim in Amstetten