Diözese startet mit Neuerungen ins neue Arbeitsjahr

Mit 1. September gibt es in der Diözese St. Pölten einige Neuerungen. Ab diesem Datum ist die neue Dekanatseinteilung in Kraft, in der statt bisher 25 nur mehr 20 Dekanate bestehen. Zwei Dekanate wurden zu einem zusammengelegt und die Pfarren von vier Dekanaten auf die umliegenden aufgeteilt. Bisher gab es in der Diözese St. Pölten, die das Wald- und das Mostviertel Niederösterreichs umfasst, 25 Dekanate. Zwölf davon liegen nördlich und 13 südlich der Donau. Ab September werden im dünner besiedelten Waldviertel nur mehr acht Dekanate bestehen und südlich der Donau zwölf.
Nördlich der Donau wurden - grob gesehen - die Dekanate Heidenreichstein und Weitra zum Dekanat Gmünd zusammengelegt und die Pfarren der Dekanate Eggenburg, Gföhl und Ottenschlag auf die umliegenden Dekanate aufgeteilt.
Südlich der Donau wurde das Dekanat Kirchberg auf Lilienfeld, Scheibbs und St. Pölten aufgeteilt und das Dekanat Oberwölbling mit einer kleinen pfarrlichen Verschiebung in Dekanat Göttweig umbenannt.

Die Reduzierung der Dekanate geht auf eine längere Diskussion in den verschiedenen diözesanen Gremien zurück und wurde bereits im Frühjahr beschlossen. Sie ist ein erster Schritt eines umfassenden Erneuerungsprozesses in der Diözese. Ein weiterer Schritt soll in der Bildung neuer pastoraler Räume bestehen, in denen die Pfarren intensiver als bisher zusammenarbeiten.
So starten ab 1. September in einigen Pfarren die ersten Schritte zur Bildung von neuen Pfarrverbänden, etwa in den Pfarren des geplanten Pfarrverbandes von Altenburg - St. Marein - Röhrenbach - Strögen und Maria Dreieichen oder auch den Pfarren Gerersdorf-Prinzersdorf - Hafnerbach und Haunoldstein bei St. Pölten.

Die Gläubigen aufgerufen, diesen "neuen Aufbruch zu wagen", schreibt Bischof DDr. Klaus Küng in seinem "Hirtenwort zur Seelsorge". Sie sollen als pilgerndes Volk Gottes dabei vor allem auch "den Weg der geistlichen Erneuerung unseres Glaubens zu suchen". Dabei stellte der Bischof vor allem das Gebet, die Katechese, die Sakramente, die Feier der Gemeinschaft der Glaubenden sowie Mission und Diakonie in den Mittelpunkt.
In seinem Hirtenwort nannte der Bischof zwei Modelle für das Zusammenwachsen der Pfarren: entweder könnten aus mehreren Pfarren eine Pfarre entstehen oder "ein Pfarrverband mit intensiver Zusammenarbeit mehrere Orte oder Gemeinden". Darüber hinaus, so der Bischof, gehöre "die Zusammenarbeit über die bisherigen Pfarrgrenzen hinaus zum pastoralen Auftrag jeder Gemeinde". Diese Kooperationen müssten vertieft, forciert oder neu angebahnt werden.