Diözese St. Pölten trauert um Msgr. Wilfried Kreuth

Die Diözese St. Pölten trauert nach dem plötzlichen Tod von Msgr. EKan. Wilfried Kreuth. Der Direktor des Pastoralamtes und Geistliche Assistent der Katholischen Aktion der Diözese ist im 64. Lebensjahr und im 41. Jahr seines Priestertums unerwartet verstorben.

Die Totenmesse wird am 14. Mai um 14 Uhr im Dom zu St. Pölten gefeiert, das Begräbnis ist am 15. Mai um 14 Uhr in Purgstall.

Der Verstorbene wird am kommenden Mittwoch, dem 14. Mai ab 10 Uhr im Dom zu St. Pölten aufgebahrt. Die Totenmesse für EKan. Kreuth ist dann um 14 Uhr. Anschließend wird der Leichnam nach Purgstall überführt, wo Kreuth über 20 Jahre lang als Priester gewirkt hat.

Das Begräbnis von Msgr. Wilfried Kreuth ist am Donnerstag, dem 15. Mai um 14 Uhr in seiner ehemaligen Pfarre Purgstall.

Am Pfingstmontag, dem 12 Mai wird um 18.45 Uhr in der Pfarrkirche Purgstall für den Verstorbenen gebetet. Am Pfingstdienstag, dem 13. Mai, wird um 18 Uhr das Domkapitel gemeinsam mit den Gläubigen im Dom zu St. Pölten die Totenvesper beten.

Nachruf von KA-Präsident Roman Fröhlich

Nachruf im Wortlaut

Die Kath. Aktion der Diözese St. Pölten hat mit Msgr. Kreuth einen ihrer profiliertesten Repräsentanten, Fürsprecher und Freund verloren. Es werde schwer sein, ihn zu ersetzen, sagt der Präsident der Katholischen Aktion, Roman Fröhlich in einem Nachruf auf Kreuth.

Als konstruktiver Gesprächspartner, aber auch in seinen Ansprachen und Predigten habe es Kreuth verstanden, seine Meinungen und Botschaften in klaren und prägnanten Sätzen auf den Punkt zu bringen. So sei er für alle verständlich gewesen und wo es angebracht war, auch berührend sowie jedem Thema entsprechend.

"Mit Msgr. Kreuth verliert die KA nicht nur ihren auch über Diözesangrenzen hinweg anerkannten Generalassistenten, sondern auch ihren profiliertesten Protektor, ich persönlich und viele meiner Mitarbeiter in der Kath. Aktion einen geschätzten und verständnisvollen Freund" schreibt Fröhlich wörtlich in seinem Nachruf.

Präsident Fröhlich erinnert auch daran, dass er Msgr. Kreuth in freundschaftlicher Weise verbunden war. "Meine freundschaftliche Verbundenheit mit Kreuth wurde im Kuratorium der Papst-Leo-Stiftung grundgelegt, dem er wie vielen anderen Gremien kraft seines Amtes angehörte. Gemeinsam war uns auch die Sorge um unsere betagten und pflegebedürftigen Mütter. Meine ist inzwischen verstorben, seine hat ihn nun überlebt. Im privaten Gespräch nahm er auch immer wieder Bezug auf seine einstige Pfarre Purgstall, die ihm nach wie vor ein Stück Heimat und Geborgenheit war".

Stets um den Menschen bemüht

In all seinen Funktionen hat sich Msgr. Wilfried Kreuth stets bemüht, den Menschen als Priester die Liebe Gottes und sein Erbarmen zu verkünden. Er war stets um den Ausgleich verschiedener Standpunkte und Meinungen bemüht und hat mit Umsicht und tiefem seelsorglichen Einfühlungsvermögen seine Aufgabe wahrgenommen, den Menschen den Weg zu Christus zu weisen. Für ihn stand immer der Mensch im Mittelpunkt.

Als Pfarrer von Purgstall hat Kreuth im Radio oft die Morgenbetrachtungen gehalten und dabei vielen Menschen Mut zugesprochen, ihr Christsein im Alltag zu leben. Wichtig waren ihm die wöchentlichen Gottesdienste mit den Angestellten in Pastoralamt und Katholischer Aktion. In seinen kurzen, aber prägnanten Predigten ist er immer wieder auf die anstehenden Herausforderungen eingegangen, die für viele Ansporn und Hilfe in der täglichen Arbeit waren.

Bei der Diözesanwallfahrt ins Heilige Land hat Direktor Kreuth noch vor wenigen Monaten am Berg der Seligpreisungen seine spontane Empfindung zum Ausdruck gebracht: "Wir sind hier, wo die Gnade Gottes gleichsam spürbar wird". Und in seiner Predigt fuhr er fort: "Die Zeit der Gnade kann jederzeit sein. Heiliges Land ist auch das Land, in dem ich lebe… Wir können lernen, dass Jesus uns daheim in unserer Familie, in unserem Beruf, in unserer Freizeit begegnen will und uns hinführen will zu unserem guten Vater im Himmel".

Es war seine letzte Pilgerfahrt, die er mit besonderer Anteilnahme erlebte. Oft wurde ihm das Gehen beschwerlich, besonders an jenem Tag, als er mit seiner Reisegruppe durch den strömenden Regen den Kreuzweg durch die Altstadt von Jerusalem ging.