Diözese St. Pölten lädt zur "Wallfahrt der Völker"

Als "Chance der menschlichen Begegnung zwischen Angehörigen von Völkern und Staaten, die sich auseinander entwickelt haben" wertet Pastoralamtsleiter Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth die große Abschlussveranstaltung zum Mitteleuropäischen Katholikentag am 22. Mai 2004 in Mariazell. Über den Stand der Vorbereitungen in St. Pölten informierte am 31. März das Diözesane Organisationskomitee bei einem Pressegespräch. Pastoralamtsleiter Wilfried Kreuth bezeichnete die Wallfahrt der Völker als Höhepunkt im einjährigen Prozess des Mitteleuropäischen Katholikentages - eines "Miteinanders der kleinen Schritte", wie er sagte.

Mariazell habe vor allem bei den slawischen Nachbarn eine große Tradition als Wallfahrtsort, betonte Kreuth. Aus Böhmen wären vor der Zeit des kalten Krieges viele zu Fuß dorthin gepilgert und hätten dadurch zum Ausdruck gebracht: "Eine Wallfahrt ist auch anstrengend, verbindet aber Menschen miteinander und lässt sie ins Gespräch kommen." An diese Tradition wolle man anschließen, meinte der Pastoralamtsleiter.

Anreise über St. Pölten

Rund 60.000 Menschen werden Ende Mai in Mariazell erwartet. Der Großteil der Pilger aus den nördlichen und östlichen Nachbarstaaten Österreichs - Tschechien, Slowakei, Polen und Ungarn - wird durch Diözese und Stadt St. Pölten anreisen und auch hier übernachten.

Gastfreundschaft der Pfarren

Um den Besucheransturm zu bewältigen haben Pastoralamt und Katholische Aktion der Diözese St. Pölten die Pfarren eingeladen ein "Zeichen der Gastfreundschaft" zu setzen und ausländische Pilger zu beherbergen. Das sei auch in ausreichendem Maße gelungen, sagt Rosa Eder, Koordinationsbeauftragte für die Großveranstaltung: In 34 Pfarren stehen Quartiere bereit. 540 Gäste konnten schon vermittelt werden. Mit 1.085 Plätzen in Familien und 525 Übernachtungsmöglichkeiten in anderen Lagerplätzen sind die notwendigen Kapazitäten garantiert. In St. Pölten sind Pensionen und Hotels in der Nacht von Freitag, dem 21. auf Samstag, den 22. Mai 2004 bereits ausgebucht. Ungarische und tschechische Reisebüros hätten sich rechtzeitig alle verfügbaren Plätze gesichert, berichtete Eder.

41 Pfarren und vier Dekanate organisieren Busfahrten

Aus dem St. Pöltner Diözesangebiet haben bisher 41 Pfarren und vier Dekanate Busfahrten zur "Wallfahrt der Völker" angemeldet. Die Teilnahme von rund 1.300 Personen gilt als fix. Bischofsvikar Wilfried Kreuth hofft auf eine weitere Anmeldungswelle nach Ostern und wünscht sich 3.000, im Idealfall bis 6.000 Teilnehmer aus seiner Diözese.

"Europäisches Abendlob"

Am Vorabend zum 22. Mai wird in St. Pölten ein Treffen von Pilgern aus den Nachbarländern, u.a. aus der Partnerdiözese Königgrätz (Tschechien) mit Vertretern verschiedener Gruppen, die seit Jahren mit Partnerorganisationen und Pfarren in den Ländern Osteuropas zusammenarbeiten (Katholische Aktion, Caritas, Osthilfe) statt finden. Auf die ausländischen Gäste wartet eine Führung durch die Altstadt von St. Pölten, um 17.00 Uhr ein mehrsprachiges "Europäisches Abendlob" im Dom zu St. Pölten mit Diözesanbischof Kurt Krenn und ab 18.30 Uhr ein "Fest der Begegnung" im Bildungshaus St. Hippolyt.

Pilgerscheck und Erinnerungsmedaille

Wer seine Solidarität mit den Pilgern aus dem östlichen Nachbarländern zum Ausdruck bringen will, hat durch den Kauf eines "Pilgerschecks" (10 Euro) oder einer Erinnerungsmedaille (50 Euro) schon jetzt die Möglichkeit dazu, sagte Koordinatorin Rosa Eder. Mit dem Erwerb eines solchen Schecks wird die kostenlose Bereitstellung eines Pilgerpakets für einen ausländischen Gast ermöglicht. Dabei handelt es sich um eine Stofftasche mit einem Feierheft (in sieben Sprachen), Regenschutz, Radioempfänger für den Empfang der Simultanübersetzung, Kartonhocker, Pilgerschal Rosenkranz und Notverpflegung (Mineralwasser, Müsliriegel, Traubenzucker).

Für Anmeldungen zum Mitteleuropäischen Katholikentag, Anfragen und Quartiervermittlung ist das Organisationskomitee für den Mitteleuropäischen Katholikentag der Diözese St. Pölten unter der Telefonnummer 0043 (0)2742 398-323 / Fax: 0043 (0)2742 398-382 erreichbar.
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