"Die Wurzel trägt..."

Ein ökumenischer Studientag lädt anlässlich des heurigen Gedenkjahres dazu ein, das Verhältnis der christlichen Kirchen zum Judentum zu bedenken. Unter dem Titel „Die Wurzel trägt…“ beleuchten am 18. Oktober im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten namhafte Referenten wesentliche Aspekte dieses Verhältnisses. Der Studientag schließt mit einer ökumenischen Andacht zum Thema.

Einige der Gedenkanlässe des Jahres 2008 legen nahe, über die spannungsreiche und auch schuldbeladene Geschichte von Christen und Juden nachzudenken: die Revolution von 1848, die den Juden Gleichstellung als Staatsbürger brachte; der „Anschluss“ mit seinen Folgen und das Novemberpogrom („Reichskristallnacht“) 1938; die Gründung des Staates Israel 1948. Die Evangelische Kirche in Österreich hat daher 2008 zum Schwerpunktjahr mit dem Thema „Auf dem Weg der Umkehr – Jahr der Standortbestimmung zum evangelisch-jüdischen Verhältnis in Österreich“ bestimmt.

Am Vormittag referiert Dr. Eleonore Lapin vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs über die „Geschichte von Judenfeindschaft und Antisemitismus“. „Die bleibende Erwählung Israels“ ist das Thema des anschließenden Vortrags des Beauftragten für christlich-jüdische Zusammenarbeit der Evangelischen Kirche in Österreich. Mag. Roland Werneck. Am Nachmittag steht das Referat von Dr. Markus Himmelbauer vom Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit auf dem Programm: „Was haben die Kirchen vom christlich-jüdischen Dialog gelernt?“

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