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Die Stille des Gebetes suchen und Christus begegnen

Es ist eine Erfahrung unserer Zeit sei, dass die Entdeckung der Gegenwart Christi in der Eucharistie das Leben des Menschen verändern kann. Doch vielen sei nicht mehr bewusst, welcher Schatz in der Eucharistie zugegen sei. Dies erklärte Bischof DDr. Klaus Küng in seiner Katechesen am 18. August im Rahmen des Weltjugendtreffens in Köln in der Düsseldorfer Pfarre Maria Himmelfahrt. Um aus der Eucharistie zu leben, müsse man sich bemühen, die geeigneten Mitteln dafür einzusetzen, sagte der St. Pöltner Bischof in seiner Katechese zum Thema "Christus in der Eucharistie begegnen". Als wichtige Mittel für die Begegnung mit Christus in der Eucharistie nannte er die rechte Anbetung, die Zuwendung zu Christus in der eucharistischen Feier mit einem "ehrlichen Bußakt am Anfang". Es bedürfe auch der Offenheit, das Wort Christi in sein Herz eindringen zu lassen. Weiters müsse man sich bemühen, mit der Kirche zu feiern, seine Gaben auf den Altar zu legen und Gott darzubringen. Dazu gehören "unsere Arbeit, unsere Mühen, unsere Freuden, unsere Anliegen, unser leben und das Leben der anderen". Alles werde so zu einer Gabe, die trotz aller Schwachheit des Menschen von Gott angenommen werde.
Bischof Küng verwies darauf, dass gerade die Gottesmutter Maria das größte Vorbild für den Umgang mit Christus in der Eucharistie sei. Sie sei von jeder Sünde bewahrt worden. So müsse es das Verlangen jeden Christen sein, die Reinheit des Herzens zu erlangen, damit Christus kommen und darin wirken kann.


In einer weiteren Katechese sprach Bischof DDr. Klaus Küng am 17. August in der Pfarre Maria Rosenkranzkönigin, Am Bollwek in Köln zum Thema: "Die Wahrheit als tiefen Sinn der menschlichen Existenz suchen".
Um sich klar zu werden, worauf es im eigenen Leben ankomme, sei wichtig, Christus zu suchen, den Kontakt mit ihm herzustellen, auf ihn zu hören und nach seiner Hilfe verlangen, erklärte Bischof Küng. Gerade dies möchte auch das Weltjugendtreffen in diesen Tagen in Köln fördern, wies der Bischof hin und rief die Anwesenden auf: "Sucht ihn, der in unseren Kirchen in einer besonderen Weise gegenwärtig ist, wie die drei heiligen Könige auf, und betet ihn an! Sucht die Stille des Gebetes! Es wird eine gute Unruhe in euren Herzen wecken".
Es sei zwar nicht immer leicht zu sagen, was Gott von einem erwarte. Doch solle man deswegen nicht gleich die Hände in den Schoß legen, sondern vielmehr darüber nachdenken, was Jesus zu den Dienern im Gleichnis von den Talenten gesagt hat: "Du bis im Kleinen ein treuer Verwalter gewesen, ich will dir dafür eine große Aufgabe übertragen: Nimm teil an der Freude deines Herrn!" Solch "kleine Dinge", die Gott von den Menschen erwarte, seien etwa die Einhaltung von gewissen Zeiten des Gebetes, die Bemühung, in der Arbeit konsequent zu sein, oder die Anstrengung um einen guten Umgang mit den anderen oder ein entschlossener Kampf in einem bestimmten Punkten, in dem man nicht nachgeben sollte, wies der Bischof hin. "Wer sich im Kleinen beharrlich bemüht, gelangt allmählich zu einer innigen Freundschaft mit Christus", legte der Bischof den anwesenden Jugendlichen nahe.


Zu den Katechesen im Wortlaut:
Christus in der Eucharistie begegnen
Die Wahrheit als tiefen Sinn der menschlichen Existenz suchen